Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 5 (1904)
- Issue
- 10/11 (10.1904)
- Date
- 1904-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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No.. 10/11 179 aufhöre», diedarauf hinzielen, diese gesunder stärke und hoffnungsvolle Bewegung in den ßienst jener einseitigen •Klasseninteressen zu-pressen, die -als roin^fisief^Mer Und hunnisirender -Hurr'abpairiotismus, als riarrenkappenstolzer Chauvinismus, als verzerrt orthodox« ChristiaMsmus und abgesdimackter Teutomsmus heute auf der politischen Bühne Deutschlands den Bajazzo und Pulciriellb maöhen. Und als Volksbewegung woüen wir denn in folgendem die eigentumliehe 'Massenerscheinung soziologisch zu* Stegreifen und zu werten versuchen. . v Ein Lebensinteresse der breiten Masse: so nannten wir den Sport. Wir habem die Verpflichtung, diese Wertschätzung zu begpüm 'Da scheint .Cs uns, als wenn der Sport in seiner reinen Bedeutung, als das zi&bewüsste Streben auf e^e'mj^chjtt harmonische ^usbilduug* ,des'^es^mten "Wi^nsäpp^:ates|, das,heisj5t des Tbor^^erenderi willens uli^^jr^uhordlnieirteh Bewe^ungSorÄan'e, '^häch^zwei ^chtung.en' tnin f$r ois yplk eine;üuentbehrJiche' Notw^ndJtelseit darstellt, vfaQ.' zwar .mto|1 vom' Gesichtspunkt der poliu^cjtien Ordnung, als auch aer körperlichen Gesundheit. ' Sozia^-politisch ^nd, sozi'ä% hygienisch ist die durch den Sport zu bewkkenae Tiöchste Au^b^l^ung der Xörpex^hkeit ein Ziel von der gjpössten 'Bedeutung. ... Deßn^gn fällt, dje wh; #m $P0** geben, jfcsi danach für j[e$en .öfene, .weiteres deuw$i erkennbar; .w^rin wfr es hier noch einmal deutlich hervorheben,: M gejicftfoht J$a&. deshalb, weile viele Turnfreunde im Turnen und Sport zwei unversöhnliche Gegensätze zü sehen sich gewöhtit haben. Hier aber ist, wenn man genau hinschaut,' immer nur von dem feudalistisch verzerrten Sport, von seinen Auswüchsen im Record-Gigerltum nach der moralischen* und von seiner 'ein s ei t i gen Ausbildung' einiger weniger Muskelgruppen zum-Zwecke unerhörter'Gipfelleistungen nach der physischen Seite ' die Rede, ©eh Sport in dieser Bedeutung häben'\*tr ja mit den Freunden des deutschen Turnens gemeinsam verurteilt. ■ '' ' ■<■■ ' Kehren wir nach dieser vielleicht notwendigen 'Reservation zu unserem Thema zurück, um zunächst' die sozialpolitische Bedeutung des-Sports im Äuge zu fassen, Diese Bedeutung erblicken wir im wesentlichen in der psychischen Seite eÄer^rmonischen körperlichen Ausbildung. Wir definiertenoben -den Sport als gleiehmässige üebung und'Hrjtftigüag des gesamten Wülehsapparatfes, des koordinierenden rund der subordinierten BewegungsorgataBi "Es -wlMelit-sieh nämlich während der Uebung^etafer "jeher 'iafcsegensreichen Zirkel verlaufenden