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Jüdische Turnzeitung · 1904-01-01 · 1 (1.1904) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
5 (1904)
Issue
1 (1.1904)
Date
1904-01-01
Page
[Seite] (sequence 15)
Language
German
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No.l 13 Bücherbesprechung. Die Zeitschrift „Alt Neuland", die vom Januar dieses Jahres ab erscheinen wird*) und als eine Fortsetzung der bisher erschienenen Zeitschrift „Palästina" , auf wesentlich erweiterter Basis gelten kann, bezweckt die wirtschaftliche Erschliessung Palastinas, insbesondere als Gebiet für jüdische Kolonisation. Die Namen der 3 Herausgeber, Dr. Franz Oppenheimer, Prof. Otto Warburg, Dr. S. Soskin, bürgen dafür, dass hier Wertvolles geleistet werden wird. Die Zeitschrift wird zuverlässige Berichte über die bestehenden, palästinischen Kolonien bringen, sowie auch über die wirtschaftlichen und kulturellen Verhältnisse Palästinas im allgemeinen. Sie will ferner Mitteilungen bringen Uber solche Ansiedelungen, die, wenn auch ausserhalb Palästinas gelegen, doch ähnliche klimatische Verhältnisse aufweisen. So will sie alles zusammentragen, was für eine wissenschaftliche und praktische Erforschung Palästinas und der Nachbarländer von Bedeutung ist oder in Zukunft werden kann. Dadurch, dass sie Uber.die Preisnotierung aller in Palästina erzeugten Handelsartikel und solcher, deren Produktion später zu erwarten steht, in einem speziellen Marktbericht referieren wird, stellt sich die neue Zeitschrift unmittelbar in den Dienst des praktischen Lebens. Wir glauben, dass sich diese neueste Erscheinung bald grosse Beliebtheit erwerben wird und wünschen ihr den allerbesten Erfolg. Professor Dr. Hoffe, Geheimer Medizinalrat in Berlin, Gymnastik und Massage als Heilmittel. 28 Seiten. Berlin W.30, Verlag von Oscar Coblentz. 1904. Der rührige Berliner Verlag von Oscar Coblentz lässt eine „Medizinische Volks-BIbllothek" erscheinen, die eine Reihe populär-medizinischer Schriften umfasst, für deren Bearbeitung hervorragende Mediziner gewonnen worden sind. Den Reigen eröffnet Prof. Dr. Hoffa, der Nachfolger Julius Wolffs in der Leitung der Berliner chirurgisch-orthopädischen Universitätsklinik mit einer Abhandlung über „Gymnastik und Massage als Hellmittel." In leicht verständlicher, Klarer Darstellungsweise unter anerkennenswerter Vermeidung fremdsprachlicher Fachausdrucke bietet uns Verfasser einen gedrängten, aber umfassenden Überblick über das genannte Thema. Er geht von der Vorliebe des Publikums für Behandlungsmethoden aus, deren Wirkung den Sinnen wahrnehmbar ist und zu denen die Gymnastik und Massage gehören. Nach einer Erklärung und Abgrenzung dieser beiden Begriffe schildert und begründet er in populär wissenschaftlicher Form die Einflüsse der Gymnastik und Massage auf den gesunden und kranken Körper. Wie er die Bedeutung planvoller Leibesübungen für die Erhaltung der Gesundheit würdigt, so wünscht er auch be Erkrankungen ihre individuelle Anwendung, über die jedoch nur dem Arzte ein Urteil zusteht, der Ursachen und Wirkungen der Krankheiten kennt, wenn anders die therapeutischen Massnahmen nicht schaden, sondern' Heilung bringen sollen. Prägen wir uns ein, was er uns Gesunden zuruft: „Wer Frieden haben will, der rüste zum Kriege." „Gleichmässige Ausbildung des Geistes und Körpers,,eine edle Harmonie beider, das sei das Ideal, das der Leitstern I* Und vor Übertreibungen werden wir uns hüten, wenn wir uns den Satz vor Augen halten: „Massige Reize regen die Tätigkeit an, starke hemmen sie, stärkste heben sie auf." Mir hat das Büchlein eine Stunde angenehmer, anregender Lektüre geboten. Ich wünsche ihm die wohlverdiente Verbreitung, die es bei seinem billigen Preise (0,50 Mk.) namentlich in den Kreisen derer, die sich mit Leibesübungen beschäftigen, sicherlich auch finden wird. Dr. Blum. *) Bezugsbedingungen ersiehe au» dem Inserat dieser Nummer.

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