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Jüdische Turnzeitung · 1904-01-01 · 1 (1.1904) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
5 (1904)
Issue
1 (1.1904)
Date
1904-01-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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No. 1 3 werden und Würdigung erfahren. Um dies zu erreichen, bedürfen wir der regen Mitarbeit aller jüdischen Turner, vornehmlich aber der Mitglieder unserer Jüdischen Turnerschaft. Sorget für die Verbreitung unseres Blattes, Jhr wirket damit für die Stärkung unserer herrlichen jüdischen Turnsache. Nationalismus und Assimilation. Eine historische Betrachtung von Dr. Max Beaser-Hamborg. Aus der grossen Bedeutung, die die jüdische Turnbewegung für die praktische Betätigung national-jüdischer Gesinnung gewonnen hat, erklären sich die zahlreichen Angriffe auf Nationaljudentum und jüdische Turnerschaft seit dem ersten Turntage zu Basel. Hier bewahrheitete sich jedoch nicht das Sprichwort, dass viele Hunde des Hasen Tod sind, lag doch in der plötzlichen intensiven Bekämpfung im Gegensatz zu der bis dahin geübten Politik des Totschweigens eine unfreiwillige Anerkennung der siegreichen Macht unserer Idee und die Erkenntnis, dass sich in der Judenheit gegenwärtig ein Kampf abspiele, der einen Wendepunkt in der Geschichte des jüdischen Volkes bedeute. Unsere Feinde haben nur das Gegenteil ihrer Wünsche erreicht; ihre Angriffe haben noch deutlicher als bisher bewiesen, dass wir unter dem Banner der Wahrheit und des Rechtes kämpfen. Es liegt nicht in meiner Absicht, gegen diejenigen jüdischen Gegner zu polemisieren, deren Standpunkt nicht von historischen und im Judentum selbst begrändeten Gesichtspunkten, sondern von Nützlichkeitsmotiven und dem Bestreben bestimmt ist, ein möglichst rasches und radikales Aufgehen der Juden in ihrer Umgebung zu bewirken. Sie haben bereits zu diesem Zweck das Judentum derartig umgemodelt, dass ein Wechsel mit dem Taufbecken nicht mehr als halsbrecherischer Sprung, sondern nur als sanftes Hin üergleiten erscheint. Hier ist eine Verständigung ausgeschlossen und der weitere Kampf für uns eine Notwendigkeit. Dagegen liegt es in unserem Interesse, denjenigen Gegnern, die auf dem Boden eines positiven Judentums stehen, zu beweisen, dass unsere jüdisch-nationale Anschauung nichts Künstliches und Unjüdisches ist, sondern die Rückkehr zu einem wahren und .unverfälschten Judentum und zu einer mehrtausendjährigen Überlieferung bedeutet, die bis zum Ende des 18. Jahrhunderts unbedingt Geltung hatte und die für unsere Vorfahren den Inhalt eines sittlich hohen und 1*

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