Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Journal
- Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Volume
- 21 (1920)
- Issue
- 10 (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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iSimnmiimiHHHWHiMimiiMiM^ JÜDISCHE I TURN-U. SPORTZEITUNG 1 s £ I Organ des | I Deutschen Kreises der Jüdischen Turnerschaft. | j Heft 10. 21. Jahrgang_OKtober 1920 j 1 — Redaktion: Berlin W. SS, Kurfürstenstrasse 150. Kurfflrsl 1095. - | 1 ftnzelgen-Verwallung: Verlaß i\. Loewenthal, Berlin W. 15, Sachsische Str. 8. | | Unland 845, 846, 944. | Inm......m,..........iiiiiiiiimiimiiiiimmiumiiiiimiiiiiimiiiiiiiiii......iiiMiiiiiiiniiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiMiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiii.....mmm Erziehungsarbeit in der Curnerschaft. Dr. Moritz Bi l e s k i, Ruderu. Sportverein J. St. Die Diskussion über den Charakter der Turnerschaft, die der Turntag gebracht hat, wäre ohne erhebliche Bedeutung, wenn es sich um eine theoretische Frage handelte. Aber die Art der Arbeit, die in den Vereinen zu leisten ist, und damit die Entwicklung desGesamtverbandes wird von der Entscheidung dieser Frage bestimmt. Auf dem Turntage ist darüber gestritten worden, ob die Turnerschaft in der Zugehörigkeit zur Jugendbewegung ihr wesentliches Merkmal zu sehen und deswegen vor allem Jugenda r b e i t zu leisten hätte. Die Mehrheit des Turntages ist, mit dem früheren Vorstand, dieser Ansicht gewesen. . Vielleicht ist es — vor allem um manche Mißverstandnisse auszuschalten — nützlich, wenn die Grundlage dieser Auffassung noch einmal deutlich gemacht wird: Sie verlangt, daß in den Vereinen nationale Erziehungsarbeit geleistet wird. Das Verlangen nach Erziehungsarbeit, der Wunsch, in den Vereinen der Turnerschaft Stätten nationaler Erziehung zu sehen, ist begründet in dem nationalen Charakter der Turnerschaft. Wenn die Turnerschaft, was unbestritten ist. im Diensie des nationalen Gedankens wirken soll, so muß sie diese Art der Arbeit wählen. Es giebt keinen anderen Weg, aui dem die Turnerschaft ihrer nationalen Autgabe dienen könnte. Die Erfüllung irgendwelcher politischer Funktionen l'egt ihrem Wesen fern und kann nicht ihre Aufgabe sein, schon deshalb nicht, weil die Turnerschaft neben den politischen Organisationen des nationalen Judentums keinerlei Anspruch auf eine gesonderte Existenz hätte. Wenn man sich ausschließlich auf turnerische und sportliche Arbeit beschränken will, so könnte eine nationale Organisation nur den Sinn haben, Juden, die auf irgend einem andern Wege zum nationalen Judentum gekommen sind, die also in einem anderen Verbände ihre nationale Heimstätte haben, zu körperlicher Tätigkeit zusammenzufassen. Die Turnerschaft wäre dann ein reiner Zweckverband, der für die Organisation des nationalen Judentums bestimmte 1 o