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Jüdische Turn- und Sportzeitung · 1920-01-01 · 9 (1920) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turn- und Sportzeitung
Volume
21 (1920)
Issue
9 (1920)
Date
1920-01-01
Page
[Seite] (sequence 25)
Language
German
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25 ist die der Förderung des Zusammenhanges der einzelnen Bar Kochbaner und Bar Kochbanerinnen im Bezirk. (Die Mittel und Wege dazu will ich weiter unten anführen!. Die 2. aber ebenso (bedeutungsvolle, wird (die Fühlungnahme der Bezirke mit dem Kreisvorstande sein, brieflich und besonders persönlich, so daß sich die in den beiden letzten Jahren gezeigten Disharmonien hoffentlich nie mehr werden wiederholen können. Der Bezirfc selbst besteht, wie der Kreisvorstand nur aus 5 oder höchstens 6 Personen, die natürlich den Vereinen nur Richtlinien und Arbeitsmethoden angeben können. Der Vorstand soll von den betreffenden Vereinsvorständen für ein Jahr so gewählt werden, daß der erste Vorsitzende und der Schriftführer immer an einem Ort (am besten dem Vororte) una. die technische Leitung, der Bezirksturn- und Sportwart, ebenso an einem Ort sein soll. Der Sitz des Kassenwartes ist gleichgültig. Dem Schriftführer unterstellt oder beigegeben soll ein Zeitungsamt sein, daß die monatlichen Bezirksmitteilungen und die die von Berlin pünktlich am Ende eines jeden Monats eintreffenden Zeitungen an alle Mitglieder des Bezirkes versenden soll, •n den monatlichen Mitteilungen stehen sämtliche Veranstaltungen (Turnend Sportzeiten, Heimabende, Wanderungen, Vorträge usw.) ferner Berichte der Abteilungen und besonders Adressen von Bar Kochbanern, die für durchreisende Turner und Turnerinnen Zeit haben, sich zur Verfügung zu stellen (Abholen, Quartier und Bewirtung). Alle zwei bis drei Monate sollen wechselnd in den einzelnen Orten Bezirkssitzungen stattfinden. Seine Hauptaufgabe sieht der Bezirk in der Pflege der Zusammengehörigkeit, Zu diesem Zwecke sollen möglichst viele gemeinsame Wanderungen und Teff- Fahrten gemacht werden, gemeinsame Bezirks-Turn- und Sportfeste veranstaltet werden und in den Vereinen darauf hingewirkt werden, daß jeder die Pflicht nat, in irgend einem Ort, wo ein „Bar Kochba" existiert, sich zu melden u'id mit den betreffenden Turnbrüdern und -Turnschwestern in Verbindung zu treten. Die Posener Bar Kochbaner in Breslau und Berlin z. B. lassen sich nirgends sehen. Ferner sollen Vorturnerkurse und sporttechnische Kurse abgehalten werden, ebenso ein Kurs über erste Hilfeleistung bei Unglücksfällen, weiter Vorträge allgemeiner Natur und besonders« . |über jüdische Tagesfragen (Nationaljudentum und Orthodoxie, Ostjudenproblem, jüdische Wanderungen, Palästina usw.). Inwieweit die auf dem Turntag in den Münchener Thesen beschlossene •jebräisierung vom Bezirk aus wird gefördert werden können, läßt sich wohl allgemein nicht sagen. In Berlin und Breslau existieren hebräische Sprachschulen, andere Orte werden sich mit hebräischen Kursen begnügen müssen, soweit sie genügend Lehrkräfte haben werden. p Den größten Wert muß aber der Bezirk auf die Jugendarbeit legen. Er soll versuchen, einen Ausbildungskursns für Jugendführer zu schaffen, soll 'Ur die Jungens und Mädels häufig Treff-Fahrten, Wanderungen, Heimabende und in den Vereinen anregen und besonders durch Veranstaltung von speziellen Jugendfahrten (Turn- und Spielvorführungen )in der jüdischen Jugend Propaganda machen. Für eifrige Jugendliche kann der Bezirk Belohnungen einführen, z. B. , J-J" Vierteljahresabonnement der Bar Kochbablätter, ein Jugendbuch mit Widmung °°er Nennung in den Bezirksmitteilungen , Die Bar Kochbablätter und die Turnzeitung muß der Jugendabteilung in irgend einer Form kostenlos vom Verein zugehen, z. B. so, daß 10—15 Jugendliche 1 Nummer bekommen oder ^gleichen Als sehr wichtige Aufgabe der Bezirke erscheint mir die Neugründung von Vereinen, daß diese natürlich gründlich vorbereitet und fundiert werden müssen, ist Vorbedingung. Dazu gehört aber die Schaffung von einer Orts- »arthotek, d. h. alle im geographischen Bezirk liegenden Orte müssen im Bezjrksvorort genau bekannt sein. Und zwar soll darin enthalten sein: 1. Zahl der im Ort wohnenden Juden. 2. Nationaljuden. 3. Namen der Blau-Weißen, H. C. er und K. J. V. er, die für einen „Bar- Kochba" in Betracht kommen.

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