Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Journal
- Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Volume
- 21 (1920)
- Issue
- 9 (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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ä«NHnfflmmuuuiMMHMHmmHHMHHMMumiwmmmMMummiiMmimiuw I JÜDISCHE 1 TURN-u. SPORTZEITUNG I B Organ des | Deutschen Kreises der Jüdischen Turnerschaft. § Heft 9. 21. Jahrgang_September 1920 | — Redaktion: Berlin W. 35, KurfOrslenslrasse 150. Kurfürst 1095. - | | Anzeigen-Verwaltung: Verlag rt. Loewenthal, Berlin W. 15, Sächsische Str. 8. j 1 (Inland 845, 846, 944. f SimiiiiMiiiiHiimiiiiiMMimiiiiiMiiiiiiiiHiimiiiiimiinih Unser VIII. Turntag. Von Leo Kaminski, J. T.- u. Sp.-V. Kar Kochba, Merlin. Es ist das Schicksal wohl aller Tagungen größeren Unifanges, daß sie im Grunde genommen keine produktive Arbeit zu leisten vermögen. Positive trgebnisse können eben nur in einem kleineren Kreise gezeitigt werden. Delegiertentage und ähnliche größere Veranstaltungen dienen bestenfalls dazu, die Meinungen zu klären, meistens haben sie aber ihre Aufgabe erfüllt, wenn sie die vorhandenen Strömungen einer Bewegung und die Richtung ihres Weges erkennen ■assen. Gewisse äußere Vorbedingungen dieses Turntages waren von vornherein 'rucht bring ender Arbeit ungünstig. Es liegt mir fern, nachträglich eine Schuldige aufzuwerfen, doch dürfte dieses Urteil von Wert sein, damit manche Umstände in Zukunft besser berücksichtigt werden. So wurde es sich z. B. bei Zusammenkünften ähnlicher Art empfehlen, einen Mittelpunkt zu schatten. w« sich alle Teilnehmer standig treffen und ihre Anschauungen, Erfahrungen und' Vorschläge schon v o r der eigentlichen Tagung austauschen und klaren können. Das «Gefühl der Zusammengehörigkeit und die auf der Tagung zur Diskussion stehenden Fragen werden dadurch sicher wesentlich gefordert werden, «ch glaube, daß der Mangel ausgiebiger Zusammenkünfte vor der Tagung diesmal von allen Teilnehmern unangenehm empfunden wurde und erheb.ich dazu Beigetragen hat, daß eine Klärung der schwebenden Fragen nur unvollkommen erreicht wurde. .. ,, .... ,. ... In bezug auf die Anordnung der Veranstaltungen mochte ich für die Folge empfehlen, nicht, wie diesmal, den Sonntag ausschließlich zu turnerischen oder sportlichen Veranstaltungen und den Montag nur zu Tagungen zu benutzen, sondern folgende Einteilung vorzunehmen: Sonntag vormittag: Tagungen, „ nachmittag: Sportfest, Montag vormittag (und nötigenfalls auch nachmittag): Tagungen, „ abend: Wetturnen. Auf diese Weise würden Wettkämpfer und Delegierte weniger angestrengt werden und somit bessere Leistungen und Ergebnisse erzielen können. Doch nun zu den Verhandlungen selbst. Jeder der einigen Einblick in die Verhältnisse hatte, erwartete eine heftige Opposition gegen den bisherigen Kreisvorstand. Als aber die Formalien beendet waren und die Generaldebatte eröffnet wurde, herrschte tiefes Schweigen. Es bedurfte erst der faustdicken Anklagen in dem einleitenden Referate von Ernst Simon I, das leider, wie auch seine späteren Aus- 3