Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Journal
- Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Volume
- 21 (1920)
- Issue
- 7/8 (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 44)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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42 verlesen •werden. Der Heimabend soll vielmehr eine lebendige Diskussion aller ermöglichen; die den jungen Juden bedrängenden Fragen sollen zur Besprechung kommen, der Vorturner oder ein älterer Turnbruder soll verständnisvoll auf die Fragen und Nöte der Einzelnen eingehen und j'l"e'J raten und helfen. Das System der iReferate und Korreferate ist lediglicr» in den Heimabenden am Platze, die von den älteren und reiferen Turnerinnen oder, Turnern besucht werden. Im allgemeinen verspreche ich mir ersprießlichere Anregung als von den 'Referaten junger Menschen, die von den Dingen nur wenig' verstehen, von der — an zweiter Stelle von Juliusburger geforderten — Beschäftigung mit jüdischer Literatur. Die Teilnehmer werden veranlaßt, sich mit einer bestimmten Schrift vertraut zu machen — oder diese wird beim Heimabend selbst verlesen —, und über die nun auftauchenden Fragen entwickelt sich die eingehende allgemeine Diskussion. Das gl» von den Werken Heß', Pinskers, AchadHaams, Herzls, Nordaus, B u b e r s usw. Dieser Teil der Heimabende kann in hervorragendem Maße dazu dienen, die Turnschwestern und Turnbrüder systematisch in die Dinge hineinzuführen, ihnen Verständnis für die Idee und positive jüdische Werte zu vermitteln. Auch die mehr auf das Gemüt wirkende gemeinsame Lektüre jüdisch,er Poesie darf nicht fehlen. Des weiteren ist der Pflege des jüdischen Volks-, Turn- und Wanderliedes eine wichtige Stellung einzuräumen. Schließlich — last not least*) — ist noch der vierte Punkt des Julius- •) Das Letzte, aberd arum nicht minder Wichtige. (D. Red.), burgerschen Programms zu betrachten: Unterhaltung üjber T u r n t e C h - n i s c h e s. Es ist außerordentlich wichtig, daß hier jedem Einzelnen Oelegenhei*. gegeben wird, sich über den Turnbetrieb auszusprechen, seine Bedenken und Vorschläge vorzubringen. Auch soll in diesem Zusammenhange über die anderen Vereine der jüdischen Turnerschaft im In- und Auslande gesprochen und so das Solidaritätsgefühl mit unseren Brüdern, das Zugehörig* keftsbewußtsein zu dem einen jüdischen Volke und der Wille zur Teilnahme und Mitarbeit an seiner Wiederbelebung gestärkt werden. — Was dann Juliusburger noch über die persönliche Fühlungnahme des Vorturners mit jedem einzelnen Turner sagt, ist zu unterstreichen. Der Vorturner muß in jeder Weise der Mittelpunkt seiner Riege sein; er muß das Vertrauen aller seiner Turner besitzen. Besonders um die, welche sich abseits halten, muß er sich vor allem kümmern, sich mit ihnen befassen, und ihnen das Heimischwerden erleichtern. Die Heimabende sind eine notwendige und müssen eine vollwertige Ergänzung der turnerischen und sportlichen Veranstaltungen sein- Erst diese beiden Seiten der Tätigkeit unserer Vereine werden ihre Aufgabe voll zu erfüllen vermögen, ein an Körper und Geist gesundes und starke« neues jüdisches Geschlecht heranzubilden. Zu dem Bericht in der letzten Turnzeitung „Mannheim". Auf den letzten deprimierenden Bericht hin wandte sich der Vorstand an unseren in Heidelberg weilenden Turnbruder Ernst Simon I, der bald, darauf die Reorganisation des Vereins in Händen nahm. Der Verein hat seinen vollen Betrieb aufgenommen. Mehrere Heidelberger K. J. V.er fahren wöchentlich 1—2 mal nach Mannheim hinüber, um dort zu turnen und kräftig mitzuarbeiten. _ Phnf n Annaraf r st«t» vorteilhaft« IIVZaIWZV* -tiR — O.I«a.nh.lt.W»f. Preislage. <$MMtnrh.r Ph.t. R.d.rf —RodensfDCk - Berlin Sämtlicher rntto-Bedarr BKnlSfufTBali ,„ ,„ _ . ctr Alle Arbeiten sauber, preiswert H^WHIWai fr edrlchstr. 5940, E.Lelpz Str. und schnell. HQIHHBMMf LelpI Str-,0"12, E' Friedrichstr. 1 jWv|^r*1|jL Rosenthaler Strasse 45, Nähe Prismeng User «3A»M|8a¥> Hackescher Markt zu Original-Fabrikpreisen. Joachimsthaler Str.44, Bhf. Z.CJ. ————————— Verlangen Sie bitte unser Angebot '