Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Journal
- Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Volume
- 21 (1920)
- Issue
- 7/8 (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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20 Anfrage zum Turnfag. Anträge des Kreisoorsfandes. I. Der Turntag billigt die Münchener Thesen und Beschlüsse und fordert von den Vereinen ihre strikte Durchführung. II. Die Vereine sind verpflichtet, den Kreisvorstand bis zum 15. September?uf de« vom Vorstand auszugebenden Karthotekkarten «in Verzeichnis all ihrer Mitglieder anzugeben und jede Adressenänderung des Vorstandes sowie Zuwachs und Abgang im monatlichen Bericht mitzuteilen. MI. Der Vorstand ist berechtigt: a) die Generalversammlung jedes betreffenden Vereins jederzeit von sich aus einzuberufen, b) bei großen Disziplinverstößen die Mitgliedschaft eines Vereins bis zum nächsten Turntag zu suspendieren. Diese Suspension der Mitgliedschaft schließt die Entziehung der Turnnadel ein. IV. Die Nadel wird auf Beschluß der Mitgliederbezw. Seniorenversammlung jedes Vereines nach Maßgabe der im Märzheft vom Kreisvorstand veröffentlichten Richtlinien verliehen. Jeder Verein ist in der Verleihung der Nadel souverän. Neuaufgenommene Vereine erhalten die Nadel nach angemessener Probezeit und sorgfältiger Prüfung auf Beschluß des Kreisvorstandes. V. Anträge hinsichtlich des Sportbetriehes: 1. Für alle sportlichen Veranstaltungen der Jüdischen Turnerschaft sind die Wettkampfbestimmungen der Deutschen Sportbehörde für Athletik maßgebend. 2. Die Jüdische Turnerschaft schreibt alljährlich einen turnerischen urkl einen sportlichen Mehrkampf aus. a) Ais turnerischer Mehrkampf wird der Zwölfkampf der Deutsch«1 Turnerschaft ausgeschrieben. Der Zwölfkampf findet am Orte des Turntages statt. b) Der leichtathletische Mehrkampf besteht aus folgenden 9 IWett- . bewerben: 1. 100-m-Lauf, 2. 4 x 100 - m - Lauf, 3. 3000 - m - Lauf, 4. Weitsprung, 5. Stabhochsprung, 6. Kugelstoßen (?i/4 kg), 7. DisKusWerfen, 8. 4 X 100-m-Stafette, 9. 3 X 1000 - m - Stafette. Biestimmungen:; 1. An dem Wertkampf sind nur Vereine der Jüdischen Turnerschaft (tcilnahmeberechtigt. Jeder Verein kann zu jedem Wettbewerb ein bis zw*' Vertreter entsenden, von denen der bessere gewertet wird. Zu den Stafette« kann jeder Verein nur eine Mannschaft stellen. j 2' P/^?ie£er in Jedem Wettbewerb erhält soviel Punkte, wie Vereine an dem Mehrkampf teilnehmen, der zweite einen Punkt weniger, der 3. zw« Punkte weniger usw. Gewertet werden nur die Vereine, die sich an allen Uetoungen beteiligen. Sieger ist der Verein, der die höchste Punktzahl erreicht. Bei gleicher Punktzahl wird eine Uebung des Neunkampfes ausgelost, deren Ausgang über den Sieg entscheidet. 3. Der Vorstand schreibt alljährlich eine Meisterschaft für den Deutschen Kreis der Jüdischen Turnerschaft aus. In folgenden Wettbewerben: