Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Journal
- Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Volume
- 21 (1920)
- Issue
- 7/8 (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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diesem Recht und dieser Pflicht nicht so Gebrauch gemacht worden ■st, wie es nötig gewesen wäre. Den gestellten Aufgaben ist der Vorstand daher nur zum Teil gerecht geworden. Er konnte sie nur durchführen, wenn er der unbedingten, selbstlosen Mitarbeit aller "ereine sicher war. Ohne sie war jede Arbeit von Berlin allein aus zwecklos. Er hat, wie er glaubt, das erforderliche Verantwortungsbewußtsein bei vielen Vereinen nicht gefunden. So ist es, um nur ein bezeichnenndes Beispiel zu nennen, trotz größter Anstrengung und fleißigster Bemühungen nicht gelungen, das wichtigste Amt des Vorstandes — das des Turnwartes — in Berlin zu besetzen; unter dem Einfluß der Münchener Tagung hatte zwar 'urnbruder Julius Hirsch sich zur Annahme bereit erklärt, vier "Wochen nach seiner Wahl aber wieder niedergelegt, ohne daß für ihn ein Nachfolger vorgeschlagen oder gefunden werden konnte. Auch die Korrespondenz litt ungeheuer darunter, daß Briefe und Rundschreiben, wenn überhaupt, erst ganz spät und auf mehrfache Mahnung, und dann auch oft noch unvollständig beantwortet wurden, •»o daß unser an sirh kleines Büro in unverhältnismäßigem Maße mit nutzlosem Schreibwerk belastet war. Nicht einmal die begonnene Kartothek, die doch Voraussetzung jeder zentralen Arbeit ist, und °nne Mühe für jeden Einzelnen und für die Vereine zu schaffen war, Konnte durchgeführt werden; bis heute haben die meisten Vereine »e vom Vorstand seinerzeit versandten Fragebogen "überhaupt nicht, °uer nur zu etwa 20<y0 eingesandt; (außer Breslau und Leipzig sowie ~en beiden Berliner V.J.St.en hat kein Verein eine vollständige Liste »ejner Mitglieder oder alle Fragebogen eingesandt). Es ist z. B. durch zuBt « Nachlässi£keit bis heute noch nicht möglich gewesen, festhah ' we,cne Vereine eine Sportabteilung oder Jugendabteilung dem"« cnarakteristisch dafür ist z. B. auch, daß der Vorstand von emJSportbetrieb im Kattowitzer Turnverein erst durch eine Breslauer 'ageszeitung Kenntnis erhielt. geL ^ie£zu kamen die äußeren Schwierigkeiten; vor allem die unstetsl eigerun£ all€r Materialpreise usw., und demgegenüber der Verlr k h b'eibende niedrige Beitrag, vor allem aber die großen »m Büro" °der anderen streitcs. sowie der empfindliche Kohlenmangel Mai* '-'"i ^ach dem nier au* Grund unserer Anfragen vorhandenen 4,emi gewährt die Turnerschaft folgendes Bild: Berlin. Bar Kochba, Gesamtzahl 640, davon Männer 250, trauen 130, Jugendliche260. 3 Männer-, 3 Frauen-, 1 Sportabteilung, ■» Jugendabtlg. mit Turn-, Sport- und Wanderveranstaltungen in den neniner stadtischen Turnhallen und im Stadion. — Der Jüdische ilaUj6?bund für Turnen und Sport, 2 Frauenabteilungen mit Jugendabteilungen (67 Mitglieder), 1 mal wöchentlich Turnen und aport im Stadion. — Jüdischer Ruderklub Ivria, 56 Mit- B»eaer, mit gemietetem Bootshaus, leichtathletischen Veranstalten im Stadion, im Winter Turnen in städtischer Turnhalle. —