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Jüdische Turn- und Sportzeitung · 1920-01-01 · 6 (1920) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Turn- und Sportzeitung
Volume
21 (1920)
Issue
6 (1920)
Date
1920-01-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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6 Nun wird man uns die Frage entgegenwerfen: Wo nehmen wir dit geeigneten Menschen für die vielen neu zu schaffenden Bezirksämter her? Nun, das ist nicht so schwer wie es anfangs sfcheint! Dadurch, daß dann jeder Verein nicht erst in umständlicher Weise immer nur schriftlich wird, rnit der Kreisleitung in Berlin arbeiten müssen, wird man weniger geschulte Kräfte für die Vereinsschriftführerposten heranziehen können und dadurch die eingearbeiteten Personen für die Bezirke frei bekommen. Schließlich gelingt es uns jetzt doch mit der Zeit, ferner stehende Kreise für uns zu interessieren undt daher bekommen wir auch wieder Menschen. Zum Schluß müssen wir aber zur Verbesserung eines Fehlers mahnen, der uns viel geschadet hat: wir haben die Arbeitsfähigkeit der Kreisleitung sehr erheblich dadurch herabgesetzt, daß wir zu wenig Geld zur Verfügung stellten. Wir müssen je*2* mindestens das dreifache an Geldmitteln aufbringen, um ein erfolgreiches Arbeiten garantieren zu können. Die unbedingt erforderlichen Reisen_ des Kreisturn- und Sportwartes müssen sicher gestellt werden, die Turnzeitung muß durch überall durchgeführtes Zwangsabonnemeift besser finanziert und man muß Geldmittel für die Verwaltung der Bezirke aufbringen. ™" stehen überhaupt auf dem Standpunkt: Je größer der aufgestellte Etat eines Vereins ist, um so mehr Mühe gibt man sich bei der Beschaffung des Geldes', beschafft wird es jedenfalls immer. Es wäre lächerlich, wenn gerade die Jüdische Turnerschaft an der Frage scheitern sollte. IDie Von uns gemachten Vorschläge sollen die von vielen Seiten Be' dachten und ausgesprochenen Anregungen zu einem einheitlichen Plane 2ur Ausgestaltung und zum Zusammenschluß des Deutschen Kreises und der gesamten jüdischen Turnerschaft zusammenfassen. Wir wollen natürlich eure Meinung über alle diese Dinge hören, zum Beispiel Zahl und Art der Bezirke» Größe und Einteilung des Bezirksvorstandes, Zahl und Verteilung des Kreisvorstandes usw. Aber gewisse Thesen wollen wir doch als' maßgebend anerkannt wissen: 1. Ueberall Trennung zwischen inneren und technischen Fra^ in allen Organisationen (Kreisbezirksverein). 2. Unbedingte Sicherheit "er Arbeitsleistung aller, die ein Amt übernommen haben. 3. Vorherige Vorschläge geeigneter Personen für die einzelnen Aemter. 4. Finanzielle u" ideelle Ausgestaltung der Turnzeitung durch Mitarbeit aller Bezirke und n» Zwangsabonnement und direktem Versand. 5. Einrichtung von Bezirken *»• engem Zusammenschluß der Bezirke im Kreis. 6. Versuch die vorhandene" Kreise zusammenzuschließen. 7. Jährliches Turn- und Sportfest mit Turntag und feststehendem Programm, wechselnd in den Bezirken. 8. Finanzierung oe- Kreises und der Bezirke und Sicherstellung von Geldern für Reisen a technischen und Erziehungsleiter. Nur auf diesem Wege wird der uns dringend notwendige Zusammenschluß der jüdischen Turnerschaft gelingen. Nur wenn wir eine e,£e£j!. alles umfassende nationaljüdische Jugendbewegung geworden sind, we,n(j wir die uns zukommende Stellung im Judentum der ganzen Welt erlangen w werden die gleiche Bedeutung für das Judentum haben, wie die So'to'Vj^{{e für das tschechische Volk und die Deutsche Turnerschaft für das Deinseni Dann wird die jüdische Turnerschaft der geistige und körperliche Gesun brunnen der jüdischen Jugend sein! lieber das Wesen des nationalismus* Von Dr. Arthur Haase. Zu den am meisten gebrauchten und dadurch mißbrauchten Schlagworten des politischen Lebens gehört das Wort Nation all?' mus. Jede Partei führt es im Munde, und jede behauptet, e'"ZI^ und allein wirklich national zu sein. Dem war nicht immer so. ErS mit Beginn des vorigen Jahrhunderts, seit der Zeit, da die Masse wieder aktiven Anteil an der politischen und geistigen Gestalte der Verhältnisse nehmen dürfen und für die Erreichung dieses Ziele»

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