Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Journal
- Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Volume
- 21 (1920)
- Issue
- 3 (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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26 Dir laber, lieber Turnbruder Dunski und allen anderen, in deren Namen du schreibst, sei diese Erwiderung besonders gewidmet. Ihr lest sicher den Vorwurf aus meinen Worten heraus, der doch gleichzeitig: eine herzliche B>tte ist: „Fühlt euch eins mit uns. Ihr seid in Wahrheit unsere Stammesverwandten und Geschwister!" Auf deine „Hedad" antworte &dh Idir, deinem engeren Bruderkreis und allen Turnbrüdern und -Schwestern: „Chasak!" Werdet stark im Bewussfsein: „Jude zu sein!" „„•i ÄFa Kh,^oro JUr .Redaktion: Wir bringen diese „Erwiderung", weil der ehrliche Schrei eines stark und echt empfindenden jüdischen Herzen» stets lAnspruch darauf hat, gehört zu werden. Ausserdem' konnten auch wir ein etwas peinliches Nebengetühl bei der Durchsicht des angegriffenen Berichtes nicht unterdrücken:/ Wir brauchen uns gegenseitig für nichts zu danken, sondern unsere Zusammenarbeit wird nur dann von Wert sein, wenn sie den rlempeLrer Selbstverständlichkeit trägt immerhin soll darüber aber nicht vergessen werden, dass im Bar-Kochba, Kattowitz tatsächlich . rw ^Tw/ dur<*aus. günstige sind und ein enges Zusammenarbeiten von Ost und West durchaus besteht. E. S. Vom pra&lisdhen Turnen und Sport UorsAIäge zur üereiDheitliifcung des Curabeiriebes in der Süd. Turnersdiaft. VonSiegbertRiesenfeld, I. Turnwart im „Bar Kochba"-Kattowitz. II. Das System. (Siehe den einleitenden Aufsatz im vorigen Heft.) , .. .Das Resultat des ersten Teiles meiner Vorschläge er&b die Notwendigkeit einer Vereinigung jedes Antretens, Wegtretens, zum und vom Gerätgehens, Oeratewechselns, wie überhaupt jeder Bewegung, in der Hand des furn- £hito?« 2Är deLLeite5s «ner Abteilung. Ich Habe im Titel das Wort „Vorschlage gebraucht, und das stimmt nicht ganz. Ein Vorschlag ist eigentlich etwas noch nicht Erprobtes, eine Anregung, die man für gut oder besser hält als irgend etwas schon Bestehendes. Das liier mitgeteilte System jedoch »t au *1 J$°ch b3 -Ka11o wit z schon erprobt und hat sich gut bewährt. vJ?!? /'n ,.V^r,9chlau?.. b,eibt es doch fur diejenigen, die es einfuhren sollen und da alle Vorschlage verbesserungsfähig sind, so wären auch mir Anregung«1 erweiternder oder kritischer Art sehr erwünscht. V"ser System stellt eine Reihe von Kommandos dar, die der Turnwart giot. sich mit ihrer blossen Aufzählung zu begnügen, wäre nicht nur zu langweilig, sondern auch zwecklos, und so will ich denn, wo es möglich ist, Bemerkungen und Erläuterungen daran knüpfen. Die Zeit und Geräteeinteilung anzuflechten sei mir erlassen, darüber hat •purnbruder Hans Vl^L ,?n. ausfünr»'ch geschrieben, und auch sie ist in Kattowirz \&t~ gerührt Ich kann wohl annehmen, dass sie bekannt ist. Wenn.'das Kürturnen beendet werden soll, muss der Turnwart durch ein kurzes scharfes Kommando „A c h t u n g", die Aufmerksamkeit auf sich lenken, ist dieses Kommando gegeben, so hat jeder augenblicklich Turnende das Oer» zu machen,, jeder Nichtturnende dort stehen zu bleiben, wo er sich gerade befindet. Beide haben mit der Front zum Turnwart stillzustehen, ts ist nun richtiger, wenn man „In einem GIfede (der Grösse nach) antreten" lasst und abwechselnd jeden Abend vom rechten oder linken Flügel anfangend zum Geratewegräumen einteilt, weil auf diese Weise Gelegenheit gegeben ist, abwedhelnd alle und vor allem die Drückeberger fcu dieser Arbeit heranzuziehen, als gleich „Geräte 'wegräumen" zu kommandieren. Sind die Gerate weggeräumt, getreten diejenigen, die damit beschäftigt waren, ohne Befehl wieder in das Glied ein, dessen eine Hälfte in den meisten