Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Journal
- Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Volume
- 21 (1920)
- Issue
- 3 (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/6492385-5965084-5965411--584-4923371- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
22 Unser BriefiDedhsel mir der Leitung der zionisfisaien Organisation in hondon. The Zionist Organisation, Central Office Erziehungsressort, Herrn Dr. Schmarja Levin, London, 77. Great Rüssel Street. Berlin, den 9. Januar 1920. Sehr geehrter Herr Doktor! Wir beeilen uns auf Ihre Anregung einzugehen, die neulich in der „Jüdischen Rundschau" veröffentlicht wurde und Ihnen unsere Vorschläge zur Organisation und Zusammenfassung der gesamten nationaljüdischen Jugend der Welt mitzuteilen. Zunächst möchten wir Sie davon unterrichten, dass wir bereits vor einigen Monaten versucht haben, mit den übrigen Kreisen der jüdischen Turnerschaft die Beziehungen wieder aufzunehmen. Zu diesem Zwecke sandten wir ein kürzeres Rundschreiben an die Nachbarstaaten, bei denen wir vermuten konnten, auch mit deutschsprachigen Schriftstücken verstanden zu werden. Dies Rundschreiben liegt bei, ebenso wie die bisher eingetroffenen Antworten, die wir in unserem Verbandsorgan der Jüdischen Turn- und Sport-Zeitung" veröffentlicht haben. Gleichzeitig bereiteten wir die Absendung eines ausführlichen Rundschreibens in deutscher, französischer und englischer Sprache vor, dessen Versendung sich durch technische Schwierigkeiten — besonders solche der Uebersetzung — bis jetzt verzögert hat. Wie Sie aus dem Rundschreiben selbst entnehmen werden, haben wir dort schon deutlich betont, dass es uns völlig fern liegt, wieder — wie in Friedeffiszeiten — den Sitz der jüdischen Turnerschaft nach Berlin zu verlegen. Wir glauben, vielmehr mit Rücksicht auf die veränderten politischen Verhältnisse und die neuen Möglichkeiten zionistischer Aussenarbeit, dass die Zentrale der jüdischen Turnerschaft zwar ideell in P a 1 ä s t i n a, praktisch aber wohl noch für mehrere Jahre in London liegen muss. Aus diesen Gründen bitten wir Sie nun, von London aus die von uns geplante und teilweise eingeleitete Aktion selbst in die Hand zu nehmen. Wir stellen Ihnen anheim unsere verschiedenen Rundschreiben sowie die näheren Vorschläge, die im Leitartikel der Augustnummer unserer „Jüdischen Turn- und Sportzeitung" veröffentlicht sind, als Material bei Ihrem Vorgehen zu benutzen, falls sie Ihnen brauchbar erscheinen. Daneben halten wir überhaupt auch die Schaffung eines allweltlichen Verbandes der nationaljüdischen Jugend für notwendig; w»r glauben, dass einer solchen äusseren Bindung bald auch eine vertiefte innere Gemeinsamkeit entsprechen wird. Vielleicht wäre es, um das vorzubereiten, möglich, gleichzeitig mit dem nächsten Kongress eine grosse Tagung der nationaljüdischen Jugend anzuberaumen, einen Kongress für die ganze n a t i on a 1 j ü d i s c h e lugend der Welt. J e