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Jüdische Turn- und Sportzeitung · 1920-01-01 · 3 (1920) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turn- und Sportzeitung
Volume
21 (1920)
Issue
3 (1920)
Date
1920-01-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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StiuimiiiiiiiiHiiiiimiiiHiiiHiintiiiifiiiHiHiiiiHiifiiiiiiiiHiiiiiiiNHiuHiitiHMiiiiitiiiiiiuniHHHnuiuiumf.....iimiiuiiiniiiHiHiimiiiiiiiiiiuiiHimiiHHiiiHiw^ JÜDISCHE ITURN-U. SPORTZEITUNG Organ des Deutschen Kreises der Jüdischen Turnerschaft. Heft 3. 21. Jahrgang März 1920 Redaktion: Berlin VI. 55, KurtÜrstenstr. 150. - Kurfürst 1095. j Verlag und Anzeigen - Verwaltung: W e lt-V e r la g, | Berlin NW. 7, Dorotheenstr. 55 - Zentrum 4814, «15. J »imimiiuuiiuhuu^^ ..........iiiiniMHiiiMiiiiiiiiiuiiiiiiiiilUHiiMiniiniimiKiiiiiHiimiiiiiiuS Ghaluzim. Von Ernst Herrmann, Haifa. Das jüdische Volk steht am Wendepunkt seiner Geschicke. Nach 2000 jähriger Wanderung öffnen sich ihm die Thore der alten Heimat. A» die unmenschliche Not, die es in dieser langen Zeit der Diaspora erduldet* hat, musste noch in den Schatten gestellt werden durch das, was es im Weltkriege zu erleiden hatte, bis die Stunde der Befreiung schlug. Der Weltkrieg, das grösste Unglück, das die Menschheit jemals betroffen, hat dem Zionismus die Erreichung seines Zieles gebracht, die Errichtung der öffentlich-rechtlich gesicherten Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina wurde von den Machten auf der Friedenskonferenz in Paris beschlossen. Die von Theodor Herzl vor 23 Jahren auf dem ersten Kongress aufgerollte Judenfrage ist eine politische Weltfrage geworden, die ihrer zionistischen Lösung mit Riesenschritten entgegengeht. Wir stehen jetzt vor der ungeheuren Aufgabe des Wiederaufbaues unserer nationalen Existenz >m Lande unserer Väter. In dieser Zeit der grossen Umwälzungen erfahren aber nicht nur die politischen Dinge eine grundstürzende Wandlung. Theodor Herzl sagte im „Judenstaat": „"Wir, haben die Kraft einen Staat und zwar einen Musterstaat zu bilden. Wir haben alle menschlichen und sachlichen Mittel die dazu nötig sind." Die sachlichen Mitte, das Geld, hoffen wir'aufzubringen; die Volksanleihe, der Nationalfonds, die private Initiative, der genossenschaftliche Zusammenschluss werden den Aufbau ermöglichen auf der festen und unverrückbaren Grundlage der Nationalisierung des Bodens. Oekonomiscne Fragen von grösster Tragweite werden wir auf diese Weise losen. Wie steht es aber mit den „menschlichen" Mitteln? Wird die innere Wandlung kommen, die wir nötiger brauchen als alles andere, die Abkehr von der Anbetung unseres alten Nationalgötzen, des goldenen Kalbes? 3

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