Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Journal
- Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Volume
- 20 (1919)
- Issue
- 12 (1919)
- Date
- 1919-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/6492385-5965061-5965396--341-4923255- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
26 Jung vor Ernst Simon II und Grünebaum, die die Strecke in einer Zeit von 1 Std. 24 Min. bemi 1 Std. 26 Mini, zurücklegten. Die erzieWen Leistungen sind um so höher einzuschätzen, als der Wertmarsch in Wandcrkleidung zurückgelegt werden musste. Bei dem Mannschafts-Wettbewerb siegte das K. J. V. mit Simon, Orünebaum, Rotschild über alle andern. Wir hoffen, dass unsern jüdischen Sportsleuten bei den Wettkämpfer beteiligten Verbindungen anderer Universitäten ein gleicher Erfolg beschieden sein möge. Düdisdier Turnoereio Köln. Am 21. September fand unser internes Sportfest auf dem Städtische" Spielplatz statt. Ausgeschrieben war ein Sieben-Kampf bestehend aus: 100-m-)Lauf, Hochsprung, Steinstossen, Weithochsprung, Schleuderballweitwun, Weitsprung und Stabhochsprung. Erster wurde Turnbruder Weiler mit 9' Punkten, Zweiter^ Turnbruder Lief mit 92 Punkten und Dritter Turnbruder Heinrich Meyer mit 78,5 Punkten. Ausserdem erhielten Kränze ltt^^l Höchstleistungen in einer Sportart die Turnbrüder Lucas, Carl Düring, Robert Meyer. Höchstleistungen waren im 100-m-(Lauf: 12,2 Sek. (Turnbruder Weiler). Hochsprung: 1,45 m (Turnbruder Weiler, (Lief), Steinstossen: 5,65 m (Turn' bruder Manuel, ausser Konkurrenz), Weithochsprung 1,45—2,00 m (Turnbruder Lief, Weiler, Manuel), Schleuderballweitwurf: 33,5 m (Turnbruder Lief), w^.11 sprung: 5 m (Turnbruder Lucas), Stabhochsprung: 2,60 m (Turnbruder LietJ- Bei Wertung der Ergebnisse ist zu berücksichtigen, dass uns infolge der schwierigen lokalen Verhältnisse nur vier Wochen zum Training und zur Votbereitung des Festes blieben. An den Wettkämpfen beteiligten sich 24 Turner, eine Zahl, die sich hoffe1"" lieh bald um ein Mehrfaches! vergrössern wird. j Anlässlich der Wiederkehr des Todestages David Wolffsohns fMJ1 am selben Abend eine Wolff so h n - Oed e n k f eier im Elisabethsaal Studie sehr gut besucht war und überaus! stimmungsvoll verlief. Eingeleitet wU^" die Gedenkfeier mit dem Elmole rachamim, das Herr Kantor Baum mit wunae voller Stimme zum Vortrag brachte. In seiner Gedenkrede wies Herr Ju9"zf*!.. Dr. Bodenheimer darauf hin, dass Wolffsohn wohl der eigentliche Anrefgder Gründung der Jüdischen Turnerschaft gewesen sei. TurnWv*' Lief sang mit klangvoller, reiner Stimme Lieder von Händel und MendelWOiw und zeigte uns zum wiederholten Male, das» seine stimmliche Ausbildung 'v.j seinen immer vorzüglicher werdenden turnerischen: Leistungen gleichen ScnjV hält. Turnschwester Lea Holstein las einen Abschnitt aus btephan Zwe'b „Jeremias." hmals In seinem Sdblusswort gedachte Turnbruder Theodor Berger noennw^ Wolffsohns und schilderte in welch inniger Weise David Wolffsohn ßejinl mit dem Kölner Jüdischen Turnverein verwachsen war und wieviel wir « zu danken haben. David Wolffsohn lebt in den Herzen des Kölner Jüd •'•'pLJ. fort, bei den älteren, die ihn noch gekannt und den vollen Zauber se'n*rJJeu sönlichkeit empfunden, und bei den jüngeren, denen wir von seinen Lei»unff für das jüdische Volk und den Jüdischen Turnverein - Cöln erzählen ■ Unser Dank aber soll darin bestehen, dass wir unseren Cölner J. T.-V., *e'IJ*pnj hochhalten und weiter unsere hone Aufgabe darin erblicken, die jüdische J"»jLs Cölns körperlich zu ertüchtigen und die ganze Mannschaft des jüdischen V© . auch unsererseits zu Verstärkern. Mit einem begeisterten und begeis'effjer_ Appell in diesem Sinne schloss Turnbruder B e r g e r die stimmungsvolle re Düdisdier Frauenbund für Turnen und Sport, Berlin, Wir geben einen nochmaligen Ueberblicik über unsere jetzige Tät'gK ' was uns um so wichtiger erscheint, als der in der letzten! Turnzeitung erschien Bericht nur andeuten konnte, was wir für unsere Winterarbeit e r s' rf~,ssc(> Der Rückgang unseres Vereins in den letzten Jahren war zum S^^cil Teil durch persönliche Differenzen bedingt, durch die wir seinerzeit tiuen