Mannheim
Compact Memory

Jüdische Turn- und Sportzeitung · 1919-01-01 · 12 (1919) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Turn- und Sportzeitung
Volume
20 (1919)
Issue
12 (1919)
Date
1919-01-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/6492385-5965061-5965396--322-4923236
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

7 3ugend und Sportbewegung. Von Curt Friedländer, Bar Kochba, Berlin, Sport-Abt. Der Sport hat in den letzten 10 Jahren auch in Deutschland Fortschritte gemacht. Langsam, Schritt für Schritt, hat er die Jugend für sich gewonnen und ist jetzt auf dem besten Wege, auch breite fassen der Jugend zu sich heranzuziehen. Wenn wir die letzten " Jahre überblicken und die 4 Kriegsjahre ausschalten, so sehen, wir, Wl£ Jahr für Jahr die Zahl der Sportvereine wächst, wie Jugend- und . cnulerabteilungen entstehen und wie sehr sich diese Jugend von ^"^unterscheidet, die jeder körperlichen Betätigung fernsteht. Die erbände, die es sich zur Aufgabe gemacht hatten, breite Kreise des olkes für den Sport zu gewinnen, erkannten richtig, dass sie ihre j^auptarbeit darauf richten mussten, die Jugend für den Sport zu bereistem, ihr bisheriges, auf Genusssucht gerichtetes Leben in geundere Bahnen zu lenken und so eine Jugend zu schaffen, die ernst und gewissenhaft an 'die Gestaltung ihres Lebens herangeht. In Wort nd Schrift versucht man den Wert des Sportes den jungen Menschen aner zu bringen. Aber all' dies konnte nur Teilerfolge erzielem, onnte nur eine geringe Zahl von Sportsleuten schaffen. Es fehlte •n Anziehungsmittel für die Jugend, etwas, was ihnen all' jene zweifelst n Vergnügungsstätten ersetzen konnte. Dies wurde ihnen der oP°r*platz. Erst, als .einige Sportvereine daran gingen, schöne Portplätze mit Aschenbahn und Rasenplätzen für Wurf- und Sprung- U UJ?j^n zu schaffen, als ein gemütliches Sportsheim mit Brausen und ttikleideräumen ihnen den Aufenthalt auf dem Sportplatze angenehm oJ!Cfen konnte, gelang es, die Jugend für den Sportbetrieb zu be- und Qrn' - ^rosszugi&e Veranstaltungen, Ausschreibungen von Jugendhah H'erweilbewerben, der Besuch von auswärtigen Sportsgrössen oen hierbei wertvolle Propagandaarbeit geleistet. Mit dem Sport- Pukt entstand die Jugend- Sportbewegung. Von diesem Zeit- Auf h an da*'er* der grosse Aufschwung des Sportes in Deutschland, lieht ^Por*P'a*zen wuchs eine Jugend heran, die ihren Körper ma h ^e es 'ern*e> von ihren Körperkräften richtigen Gebrauch zu Und v' JuSend> die, besonders in der Grosstadt, von Genusssü H ^nuSun&ssucht erfüllt war, fand den Sinn für schönere, geseit 6 ^ehensformen. Man strebte nach Abhärtung und einer vielbild^en ^Urcharbeitung des ganzen Körpers, um eine harmonische Aus- , Un^ aller Teile des Körpers zu erlangen. Der Sportplatz brachte kam fUng nach körPerlicher und geistiger Arbeit. Sportliche Wett- Sp P. hoben die Freude an körperlicher Betätigung, spornten den für Jüchen Ehrgeiz des jungen Menschen an und stärkten den Sinn „Ur le Gemeinschaft, in der er wirkte. Aber sportlicher Erfolg konnte Soi iein*re*en> wenn der junge Sportsmann das Training nicht als blosse Ueb 3?S e'n Austobe" betrachtete, sondern, wenn jede sportliche Wurd"^ m'* Willensanspannung und dem nötigen Ernst ausgeführt zw'C' ^'er soule der iunSe Sportsmann lernen, seinen Willen zu lngen, Herr seiner Schwächen zu werden und die Kraft des 1 2

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.