Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Journal
- Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Volume
- 20 (1919)
- Issue
- 9/10 (1919)
- Date
- 1919-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 44)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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44 II. Zeitung. Ernst Simon I berichtet über die nächste Nummer, die ursprünglich als Erziehungsheft gedacht war, aber in Verbindung mit dem Bericht über die Münchener Tagung zu umfangreich ist. Er schlägt vor, die September-Nummer ausfallen zu lassen, und dafür September- und Oktober- Heft als Doppelnummer herauszugeben. III. Ressortverteilung und Organisation des Büros. E5 soll für die Organisation dies Büros eine Art Büroleiter gefunden werden, der leichter die Verbindung zwischen den einzelnen Ressorts schaffen soll. Ausser den bestehenden Ressorts soll ein Ressort für Erziehung gebildet werden, dass Perl oder Max Hirsch übernehmen soll. IV. Leitfaden. Katschke berichtet über die bisherigen Ergebnisse. Bisher ist nur ein geringer Einlauf, nur der hebräische Teil von Paul Hirsch & eingegangen. Er schlägt vor, den Leitfaden zunächst in verkürzter Formi herauszugeben. Diese Frage soll im Zusammenhang mit dem Vorturnerkursus noch einmal besprochen werden. V. Eventuafia. Es wird über Zusammenarbeit mit dem K. J. V. sprachen und Bileski übernimmt es, die Mitarbeit des K. J. V., besonders i" Ha/hburg und Breslau zu erwirken. Ernst Simon. Walter Katschke. Rundsdireiben des Kreissporiiraris. Liebe Turnbrüder I 8. Oktober 1919. In den Sportafoteihingen vieler Vereine herrschte bisher ein grossesl Durch' einander. Daher die mangelhaften (Leistungen. Der Winter ist nicht wie viele denken, dazu da, irgendwelche leichtathletischen Nebendinge zu ^treibe®» nur um die Zeit totzuschlagen, sondern er dient zuf Vorbereitung auf dw Arbeit des Sommers, ja er ist mit entscheidend für sie. Jeder Sportleiter Mi»» sich schon jetzt über sein Sommerprogramlm am grossen und! ganzen klar seßi und hat danach das! Wimtertrajlriiing einzurichtein. Ich bitte, diei Leiter der Spoj*" abteilungen, sich schleunigst mit mir in Verbindung zu setzen, und mir genauen Uebungsplan für den Winter mitzuteüeo. Ferner erbitte ich Besch«** über die voraussichtlichen Winterveranstaltungen der anderen Sportvereine »»■ Platz (Hockey-, Fussballwettkämpfe, Hallensportfeste usw.), damit gegebenenfalls Vorbereitungen für eine erfolgreiche Beteiligung beizeiten getroffen werd^a können. Ich erwarte Eure baldige Antwort und bin mit jüdischem TurnergrU»9 Der Vorstand des Deutschen Kreises der Jüdischen Turnerschaft gez. Fritz Engel, Kreis-Sportwart üüdisdier Frauenbund für Curnen und Sport, Berlin. Wir stehen jetzt vfor Beginn der Winterarbeit, tfie wir mit grösster Energie aufnehmen wollen. Das Sommerhalbjahr, das sonst immer ein Abflauen des Vereinslebens zu bringen pflegt, hat uns in diesem Jahre einen erfreulichen Fortschritt gebracht. Selbst in den Ferienwochen war der Betrieb zufriedenstellend, und er hebt sich auch weiter. Wir turnten bisher nur einmal wöchentlich, werden aber nach den Feiertagen wieder zwei regelmässige Turnabende einrichten. Ebenso erhoffen wir für unsere beiden Jugendabte*; hingen eine günstige Entwicklung. Wir unternahmen im Sommer alle zwft Wochen eine Wanderung; in der Woche, in der am Sonntag nicht gewandert wurde, fand am Sonnabend in unserer Wohnung ein Heimabend statt. D* Heimabende gedenken wir im Winter wieder aflwöchentlich einzurichten und an ihnen durch geeignete Lektüre das jüdische Wissen unserer Mitglieder bereichern, sie unserer Sache und einander persönlich nahe zu bringen. erste yoraussetzunz für eine erfolgreiche Arbeit wird allerdings sein, dass nicht durch die Kohlennot die Regelmässigkeit unserer Veranstaltungen wieder unterbroclien wird. Wenn wir nicht durch solche äusseren Umstände in unserer Arbeit gehemmt werden, so sind alle Anzeichen dafür vorhanden, dass nach den letzten kritischen Jahren auch die Tätigkeit unseres Vereins wieder grösseren Nutzen für die weibliche jüdische Jugend stiften wird.