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Jüdische Turn- und Sportzeitung · 1919-01-01 · 9/10 (1919) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turn- und Sportzeitung
Volume
20 (1919)
Issue
9/10 (1919)
Date
1919-01-01
Page
[Seite] (sequence 33)
Language
German
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33 unsrer Ideen. Denn den ganzen Menschen fordert ffi,e Bewegung der Jugend! Idealist sein — darunter verstehen Wlr ja nicht weltentrücktes Schwärmen, es bedeutet uns: Die Dinge nicht Gewalt über sich gewinnen zu lassen, sondern sie so zu formen, wie man sie haben will. — Für uns aber wird es nie ein Stehenbleiben geben, ein Erstarren in Beschaulichkeit und Selbstzufriedenheit. Das eigenste Kennzeichen des Blau-Weissen soll immer sein: sich 2u erkennen und rastlos an sich zu arbeiten, wie auch: nie den Blick zu verlieren, für das alle Einende, für das Wohl der grossen Gesamtheit. Nicht einem selbstgenügsamen Gebilde gilt unser Denken und nandeln, nicht Absonderung ist unser Endzweck: Der menschlichen und jüdischen Erneuerung unsres Volkes wollen wir dienen an seiner Jugend. Wir hoffen auf eine immer stärker werdende Annäherung der \ej[?chiedenen brüderlichen Bestrebungen, die alle das eine Ziel, Zion, erfolgen. Diesem einzigen Zwecke sollten diese Zeilen dienen. Bis das erreicht sein wird, wollen wir uns als Vorkämpfer betrachten. Sport und Volksheim. Von Herrmann Meyer, Sport-Abt. des B.-K., Berlin. . , ^m reiches Betätigungsfeld erschliesst sich dem Sportmann, der ich die Mitarbeit an der körperlichen Ertüchtigung der ostjüdischen Jugend zur Aufgabe macht; denn nirgends findet man . ein physisch na psychisch für den Sport so völlig unvorbereitetes Menschenmaterial, .le unter diesen Leuten, denen nur die Ausbildung des Geistes als 'n erstrebenswertes Ziel erscheint. Eine natürliche Folge dieser nrer geistigen Einstellung zur Körperkultur ist ihre Berufswahl, bei r sie einen Beruf, der zur körperlichen Arbeit zwingt, nur In der j 01 er£reifen und sich dabei stets als zweitklassige Menschen fühlen, lun nCr Jatsache liegt natürlich eine grosse Gefahr für die Besiede- Pro ,a'as*'nas> denn nach Ruppin müssen sich wenigstens 50 den2^K -^er Einwanderer dem Ackerbau zuwenden, und auch von e übrigen wird ein grosser Teil ein krafterforderndes Handwerk ausr h" mussen- Geeignete Menschen aber, in auch nur annähernd die wCv'erider Anzahl hinüberzusenden, wird unmöglich sein, solange Unt zanl der Golusjudenheit nicht aufhört, Körperarbeit für etwas ab er£eordnetes, ja Entehrendes zu halten. Man wird zwar bei der könn Generation diese Anschauungen nicht mehr ausrotten Sportf" t"*^ Wir werden uns damit abfinden müssen, dass sie ein schle hi »Gojim naches" hält, aber dem heranwachsenden Ge- und mUSS die Freude an der Körperleistung früh erweckt werden, zum 301 notwendigsten ist dies bei der ostjüdischen Jugend, welche ^grossen Teile selbst das Schulturnen nicht kennt.*) der im*^AUn^fdessen is* in Berlin ein ostjüdischer Turnverein begründet worden, Anschluss an den Bar Kochba bereits regelmässig1 -turnt. D. Red. 9

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