Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Journal
- Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Volume
- 20 (1919)
- Issue
- 9/10 (1919)
- Date
- 1919-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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15 Sport- oder Turnfesten innerhalb des Verbandes demjenigen Verein zufällt, dessen Mitglieder bei einem gemeinsamen turnerischen und leichtathletischen Zwölfkampf die meisten Pualrte erlangen. Die näheren Bedingungen des Zwölfkampfes sind rom Kreisturnwart und Kreissportwart in Anlehnung an den Zwölfkampf der Dsutschen Tumerschaft auszuarbeiten und den Kreisvereinen unverzüglich bekanntzugeben. 4. Antrag Kaufmann (Köln): Die Fragen des Wanderturnlehrers und des Leitfadens sollen vom Vorstand selbständig geklärt [und möglichst schnell gefordert werden.:! Sämtliche Anträge wurden einstimmig Coline Stimmenthaltung angenommen. tgq^ 7- Punkt der Tagesordnung — Ort und Zeit des nächsten Turn- Nach längerer Debatte wird das Mandat des Vorstandes bis zun* Herbst iFra fr* en Janpes verlängert, der nächste Turntag soll zu dieser Zeit in Wied»1 r* a stattfinden, bei welcher Gelegenheit zum ersten Male Werd ^r2?se Massen, also mehrere hundert jüdischer Turner aufmarschieren Vere'en'rv?e Vorbereitung der Tagung, sowie des Festes wird dem; Frankfurter Bre r M)er.traSien' Ausserdem wird beschlossen, in der Weihnachtswoche in v».«- au e'n grosses Hallenturnfest unter Beteiligung der ost- und norddeutschen Vereine stattfinden zu lassen. nehm *,? 'V'nr sd1"«88* der Vorsitzende die Sitzung, nachdem'er allen Teil- Auwtn^ '^lre opferfreudige Mitarbeit gedankt und seiner Freude darüber die wvr §e£eben hat, dass diese Tagung imn ihren schwerwiegenden Beschhissen judische Turnerschaft ein gut Stück weiter gebracht habe. Die Sportfeste. a) Das Daflonaljüdlscne Sportfest in Berlin. Von Dr! Berthold Cohn, Rud.-V. J. St., Berlin. n Das nationaljüdische Turn- und Sportfest, das der J. T. V. ar Kochba am 24. August auf dem Platz des S. C. Charlottenburg veranstaltete, ist das e r s t e in Deutschland abgehaltene jüdische Fest verrTSen' das den Namen einer sportlichen Veranstaltung überhaupt erf r u ^as uns zu diesem Urteil veranlasst, ist nicht allein die eerH lcne Steigerung der sportlichen Leistungen, im Gegenteil muss pp?e. zu der Steigerung des sportlichen Könnens noch erheblich derV werden» es ist vielmehr der sportliche Ernst, der über nati ,?.Ps.ta'tung lag und diese über den Rahmen einer allgemeinen fe llonalJüdischen Tendenzveranstaltung hinaus zum wirklichen Sport- und ma£nte> das auch dem objektiveren Aussenstehenden Interesse .»a Achtung, abnötigen musste. Während noch bei dem Sportfest w ., 31 das Spiel überwog und der kritische Zusehauer sich zuklpin Eindrucks nicht erwehren konnte, als ob eine in Sportin P-g Sesteck*e jüdische Jugend sich Anverwandten und Bekannten •mal sn2 Aufzu£e demonstrierte, der ihr nicht zukam, boten sich dieswarP ernsten sportlichen Wettkampfes. Die erzielten Leistungen die ri zw,ar» abgesehen von den Spitzenleistungen Ernst Simons II, '8'chniÄ8 esamtergebnis nicht allzusehr verschieben dürfen, im Durchgehen V^i ma®si£ UIid können hur zu neuem ernsten Streben Anlass Pinn» ii . en sicn aber immerhin bereits ungefähr auf dem Niveau eines kleinen Sportklubs. 9