Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Journal
- Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Volume
- 20 (1919)
- Issue
- 7 (1919)
- Date
- 1919-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 49)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/6492385-5965061-5965390--160-4923078- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
49 Und so erstrebt die zionistische volkssozialistische Weltorganisation „Ha- Poel Hazair" eine Bewegung, die das jüdische Volk einstellen soll als schaffendes und gleichberechtigtes Glied in den Bund der sozialistischen Völker, und ö>e dennoch wahrhaft und edel national ist. Eine Bewegung, die ihren Sozialismus nicht aufbauen will auf dem egoistischen Interesse einer Klasse, sondern auf der Erneuerung' der Produktivität und der Wiederbelebung der Arbeit, oeren Mittel nicht Klassenverhetzung und Klassenherrschaft sind, sondern Schafjung der O emei n s c h af t sges in n un g und der positiv ökonomische Auf- 5a u i eine Bewegung, die Palästina mit dem Willen des Idealismus erobern, uas Volk in der Zerstreuung einer nationalen und sozialen Zukunft entgegen- •?Jljreni die hebräische Kultur im Bewusstsein der geschichtlichen Einheit des Jüdischen Volkes erneuern und fördern will. Sthw. * »■Unser W e g", Zeitschrift des Bundes Jüdischer Akademiker. . Der „Bund Jüdischer Akademiker", die Organisation der ortho- "oxen Akademiker Deutsichlands, beginnt nun nach dem Beispiel des ,,'J ü d i - sehen) Willens", der bekanntlich die Zeitschrift des: Kartells JüdiziC ur Verbindungen ist. ebenfalls eine öffentliche Zeitschrift heraus- "geben, deren erstes Heft uns vorliegt. Die Nummer enthält neben exegeti- «•nen und bibelkritischen Beiträgen einen wertvollen Aufsatz über die Ein- Arru^ ^es jüdischen Schulwerks in der Diaspora, sowie verschiedene da s'cn m'* <*em Nationaljudentum auseinandersetzen, ohne ass allerdings ein solches Thema ausdrücklich gestellt wird. Man erhält unH s*ar'cen Eindruck, dass es sich hier um ein duricJhaus national gerichtetes tnt aC^ jüdisch empfindendes junges Geschlecht handelt, dessen Weg ^wir "Jit der grössten Sympathie verfolgen, und von dem wir wissen, dass es einst ra selben Ziel sein wird wie wir —in Z i o n. * \y. . w'e lese ich mich in d|ie zionistische Literatur ein? Hiermit unternimmt die Redaktion den Versuch, eine Anleitung 1 , geben, um sich mit den Problemen des modernen jüdischen ai u s vertraut zu machen. Es ist wohl zweckmässig, die angegebenen Bücher nah m der Reihenfolge, die hier gewählt worden ist, zu lesen, wir hoffen mit j nstehenden Zeilen einem Bedürfnis entgegenzukommen, da heute bei der Fülle er zionistischen und jüdischen Literatur ein Auszug nötig und nützlich sein mag. 2 A"J0emanz'patH°'1 Von Piinsker, Broschürenbibliothek des K. J. V. ■ Judenstaat von HerzL am besten in der Neuausgabe des Jüdischen Verlages 3 v . mit einem Vorwort von Prof. Warburg. Kleine Aufsätze von Herzl, am meisten zu empfehlen ausser den Kongressreden „Mauschel" und „Die Menorah" und „Leroy Beaulieu über den 4 M Antisemitismus". Martin Buber „Drei Reden über das Judentum", besonders die erste Rede, 5 M Jüdischer Verlag, Berlin. Moses Calvary, Jüdische Erziehimgsprobleme, Broschürenbibliothek des K. J. V. V At. Conn> Probleme deB modernen Judentums, Br.-Bibl. des K.J.V. Achad Haam ,,Nicht dies ist der Weg", im ersten Bande seiner gesammelten Aufsätze „Am Scheidewege*', Jüdischer Verlag. H * nandbücher: , p .'.'Zionistisches A.B.C.-Buch" von Hugo Schachtel und natin ,.stinahandbuch" von David Trietsch. Die statistischd e 5*1? Monomischen Grundlagen gibt Arthur Ruppins Buch „Juden Volk eSenw*rt". Die verhältnismässig beste Geschichte ist die dreibändige «sausgabe von Heinrich Qraetz. Die besonders wichtige Assimilations- Qr tn'anzipationsepoche behandelt der 11. Band der grossen Ausgabe des etz- E. S. 7