Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Journal
- Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Volume
- 20 (1919)
- Issue
- 7 (1919)
- Date
- 1919-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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§WM(«uuMtmmmmwmmmmmmmmuMMmmmmmmumMmmwwmim JÜDISCHE (TURN-u. SPORTZEITUNG | | Organ des | | Deutschen Kreises der Jüdischen Turnerschaft. ] | Heft 7.__20. Jahrgang_Juli 1919 | | Redaktion und Verlag: Berlin C 2, Heiligegelststr. 52. - Zentrum 161«. f I Anzeigen-Verwaltung: Fritz Scherbel, Welt-Verlag, I | Berlin NW. 7, Dorotheenstr. 58 — Zentrum 4814, 4819. | ^ntf^rfirrtf rt i tu i ihm ii»iiiiuiiiiiiiiiti]iii^iiiitiiii>]ii*iiiiiiiiiifijii«iiiiiiii]]iiiiJiiiiitiififiii»iiriftifiifritiMi(iririfi(rr«irfrir(ifrfiffrflf(titfifriitjfiffiritfffrfirrfirft[itiftifirtiiJ^ Leistung und Gesinnung. Von Ernst Simon, Ruder-V. J. St., Berlin. Immer, wenn ein Sportfest vorüber ist, regt sich trotz und neben aller berechtigten Freude über die erzielten Leistungen die ebenfalls berechtigte, die unbedingt notwendige Kritik. Es erhebt sich stets die bohrende Frage: Haben wir auch alles geleistet, was zu 'eisten war, ist heute wirklich ein Höchstmass an Kraft und Ausdauer, Geschicklichkeit und Elastizität gezeigt worden? Dieser Kritik kann man sich im Grunde nur freuen, denn wehe der Jugend, die auf •hren kleinen Erfolgen satt und genügsam ausruht, und die sich nicht stets bemüht, nach den höchsten Sternen zu greifen. Aber nicht nur ln dieser jugendlichen Gemütsverfassung allein, die auch bei wirklichen Höchstleistungen sich nicht beruhigen würde und dürfte, liegt der Grund für unsere immer neue und immer alte Unzufriedenheit, sondern teilweise auch in den nicht restlos befriedigenden Leistungen selbst. Wenn es auch gewiss ist, dass unser Sportfest nicht dazu dient, ' Rekorde aufzustellen, so muss doch andererseits ein Verband, der wie d'e Jüdische Turnerschaft die sportliche Betätigung in den Mittelpunkt seiner Arbeit stellt, mit allen Kräften danach streben, andere, weniger stark sportlich interessierte Bünde, wie etwa den Blau-Weiss, bei jeder Gelegenheit zu schlagen. Wenn dies nicht "nmer glückt, so ist das ein neuer Anlass, an den Grundlagen unserer Erziehungsarbeit zu zweifeln, und in diesem Sinne wird wohl häufig v°n manchem alten und jungen Turner die bedeutungsschwere Frage gestellt; „Werden wir nicht allzu sehr durch Kurse und Zionismus, durch Geistigkeit und Diskussion von unserer wahren Aufgabe abgehalten, ist nicht dies der Grund für unsere unbefriedigenden Erfolge?" 7