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Jüdische Turn- und Sportzeitung · 1919-01-01 · 6 (1919) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turn- und Sportzeitung
Volume
20 (1919)
Issue
6 (1919)
Date
1919-01-01
Page
[Seite] (sequence 28)
Language
German
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trotz schlechten Startes an seinen Gegnern vorbeiging. Sein leichter Lauf, der äußerlich nichts von der starken Willensanspannung und Energie zeigte, mußte auf jeden, auch vom rein künstlerischen und ästhetischen Standpunkte aus, starken Eindruck mache«!. Die Staffelläufe erregten, wie fast immer das größte Interesse, und besonders ist der schöne Doppelerfolg des Sp. V. Teutonia in der 4 X 400 m Staffette zu erwähnen, In der er im Vorlaufe gegen B. S. C 1 im Endlaufe gegen Charl. Tgmde. I. nach härtestem Kampfe jedes Mal nur um einige Meter den Sieg erringen konnte. Es zeigte sich Uber* haupt auf diesem Hallensportfeste wieder deutlich, welche Vereine sich um die HeraMbildung eines leistungsfähigen Nachwuchses besonders bemühten. Zum ersten Male sah man auch die weibliche Jugend am Start, die recht gute Leistungen zeigte. Besonder* fiel das gute Barrenturnen auf. Aber den Höhepunkt der Veranstaltung an beiden Abenden bildete die Jugendvorführung. Es war ein herrlicher Anblick, diese Schart» von jungen Menschen, gut diszipliniert, im Stillaufen, Wettlaufen und Springen über Hindernisse zu beobachten. Man sah es ihnen an, daß sie den Sport nicht als Spielerei, sondern mit dem nötigen Ernst und zielbewußt betrieben, daß sie mit Lust und Liebe dabei waren, und ihre körperliche Beschaffenheit zeigte deutlich die gesunde Einwirkung des Sports auf ihre Körperentwicklung. Jüdische Sportsleute sah man nur vereinzelt. Vergeblich suchte man unter der großen Zahl der Beteiligten Bar Kochban.er. NjCtn einmal in den Jugendvorführungen waren sie vertreten. Dies muß jetzt anders weraetr. Der Sport ist aus seinen Kinderjahren heraus. Er dringt in immer weitere Kreise aer ■ugend hinein und lehrt sie eine schönere und idealere Auffassung vom Leben gewinnen. )ie jüdische Turnerschaft wird letzt zeigen müssen, daß sie gewillt ist, an <Hes*rh*JI" gemein fortschreitenden Entwicklung teilzunehmen, daß sie mit allen ihr zu Oebow stehenden Mitteln dahin arbeiten will, in großzügigster Weise eine jüdische Sportunu Jugendbewegung zu schaffen, denn nur eine gesunde, körperlich kräftige und in sicn gefestigte Jugend wird das Werk der Erneuerung des jüdischen Volkstums aufrichten können. C. r. ß Sprecbsaal. Vorbemerkung der Redaktion. . Diese neu eingerichtete Rubrik soll dazu dienen, Kritik an der Arbeit des Vorstandes und der Redaktion sowie Besserungsvorschläge in frei« mfltigerweise und unter eigener Verantwortung des Einsenders zu Worte kommen zu lassen. Ein IDannyort an die Fronen. Es ist wiederholt vorgekommen, daß auswärtige Turnerinnen sich in Berlin gehalten haben, ohne sich bei den Turnvereinen zu melden und an ihren Veranstaltwgen. teilzunehmen. Unser Zusammengehörigkeitsgefühl sollte das nioht zulassen 1 wir müßten das Bedürfnis fühlen, unsere Schwestervereine zu besuchen, wenn sich irgend Gelegenheit dazu bietet. Ich bitte darum, alle, die für kürzere oder längere Zelt nach Ber/m kommen; «Ich an Frl. A/terthum, Charlottenburg, Niebuhrstr. 56 oder Frl. Thomaschewsky, Bundesrat Ufer 10 zu wenden, damit sie von ihnen in die Frauenabteilungen eingeführt werden. An den Vorstand des Deutschen Kreises der Jüd. Turnerschaft, Berlin. Posen, den 17 Januar fö. Zum Rundschreiben vom 9. 11. 18. der jüd. Turnerschaft zu gehen. Es kann eich Wer meiner Meinung nach nur um Vorschläge zur Reorganisation des Deutschen Kreises handeln, da erstens die Lage der Turebewegung in den aiwertP Kreisen zu wenig bekannt ist und aweitens, wo es sich hier um einschneidende •£ zieherische Maßnahmen handelt die völlig anders geartete Struktur des Ostjuden «n einheitliches System unmöglich nacht. 51

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