Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Journal
- Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Volume
- 20 (1919)
- Issue
- I (1919)
- Date
- 1919-01-01
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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- IRI
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Geleitwort Das „Kartell Jüdischer Verbindungen", die Organisation der national-jüdischen Akademiker Deutschlands und die „Jüdische .Turnerschaft" bieten in den Heften, die hiermit zu erscheinen beginnen, dem, der sich über ihre Tätigkeit und die ihre Arbeit tragenden Ideen zu unterrichten wünscht, ein Mittel dazu. Die Verbindung beider Organisationen zu diesem Zwecke ist in der Sache begründet. Die Akademiker und die Turner — zu diesen gerechnet auch die Freunde des Sports wie überhaupt aller den Körper veredelnden und wehrhaft machenden Leibesübungen — sind die stärksten Träger der Bewegung, die die Erneuerung des jüdischen Volkes herbeiführen will. Beiden schließt sich der national organisierte Teil der jüdischen Kaufmannschaft an. Soziale und gesellschaftliche Unterschiede, wie sie andere Völker zerklüften, erkennen wir in unserer Bewegung nicht an. Uns alle umschlingt ein Band der Brüderlichkeit; in einer Kampflinie bahnen wir uns den Weg, alles für einen und einer für alle einstehend! * Mit Unrecht hat man dem Zionismus vorgeworfen, er trage den Bruderkampf in die Reihen des Judentums und störe dessen inneren Frieden. Die tiefste Grundlage des national-jüdischen Empfindens ist die Liebe zu allem, was jüdisch ist. Was immer jüdisch ist, steht unserem Herzen schon darum nahe, und unser Tun und Lassen regiert zu jeder Stunde das Verlangen, unserem Volke eine glückliche Zukunft zu schaffen. Ist es so schwer, zu verstehen, daß nur unsere Liebe zum Volke und unsere Sorge um seine Zukunft uns die Waffen in die Hand drücken gegen die, die wir mit matten Herzen oder ungenügenden Kräften und Mitteln an der Arbeit sehen, die ganze Menschen und eine ganze Leidenschaft verlangt? Dieser Kampf macht uns wahrlich keine Freude. Aber er muß geführt werden. Denn es geht jetzt um Sein oder Nichtsein des jüdischen Volkes. Die Argumentation, das jüdische Volk habe so lange bestanden; weshalb solle man dann plötalich für seinen Untergang fürchten?, ist weder logisch noch historisch. Noch kann alles gerettet, aber es kann auch alles verdorben werden. Und darum gilt unser Kampf den schlechten Helfern, solchen, denen der Schein genügt, und solchen, die uns: fremde Oötter als die unseren aufreden wollen'. Unter diesem Bruderkampf leidet niemand mehr als wir selber. Es wird uns