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Jüdische Turn- und Sportzeitung · 1918-01-01 · [o. Nr.] (1918) · p. Seite 10

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Journal
Jüdische Turn- und Sportzeitung
Volume
19 (1918)
Issue
[o. Nr.] (1918)
Date
1918-01-01
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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100 m Mallaufen: 400 in Mallaufen: 800 m Vorgabelaufen; Dreikampf für Damen: Kugelstoßen: 200 m Jugendlaufen: 1. Hirsch 2. Schweitzer I 1. Fttrstenberg I 2. Schweitzer 1. Pinkel 2. Nesselroth 1. Rosenberg 2. Katzenellenbogen 3. Naehmann 1. Tobiasch 2. Ebersohn 1. Walter 2. Schweitzer Genaue Zeit zu nehmen war nicht möglich, da es heutzutage nicht möglich ist, beim Start einen Schuß abzufeuern, nach dessen Rauch gestoppt werden kann. Wir geben also die Resultate ohne Zeiten bekannt Der Sport war gut, speziell wenn man berücksichtigt, daß die Teilnehmer von außerhalb durch längere Bahnreisen und wohl auch durch die Teilnahme am Jugendtag gehandicapt waren. Aus dieser Tatsache ist es auch wohl mit zu erklären, daß die Berliner besonders siegreich waren, Die sportlichen Leistungen waren weit besser als die sportliche Disziplin, die sowohl bei den Teilnehmern wie bei den Zuschauern ungeheuer viel zu wünschen übrig ließ. Berlin R.-V. J. St/Berlin Berlin Ivria-Berlin München (plus 10) Berlin (mal) Frankfurt Berlin Berlin MUnchen Berlin München Ivria-Berlin Der 3nflendiafl. Der Jugendtag ist vorüber. Er begann am Sonnabend abend mit einer Rede von Buber. Der große schöne Saal war gedrängt voll von jungem Volk. Und so viele kluge und gute Gesichter sieht man, daß einem ganz warm ums Herz wird. Man vergißt allen Zweifel am eigenen Volk, der gerade in Berlin aufkommt, wenn man z. B. die Jugend der Tauentzienstraße besieht, und man weiß wieder einmal, daß unser Volk schön ist. Buber sprach zwei Stunden. Es gibt sehr viele, denen seine Art zu denken ganz und gar wesensfremd ist. So prachtvoll er sprach, er wurde nicht verstanden. Ein schlechter Auftakt für den' Jugendtag. In der „Jüdischen Rundschau" hatte ein Kritikus vorhergesagt, der Jugendtag werde nichts sein, als eine Demonstration. Das war falsch. Selbst die Veranstaltungen am Sonntag, die als Demonstration gedacht waren, hatten nicht diesen Inhalt. Sie waren nämlich verfehlt. In den Spichernsälen fand ein öffentliches Meeting statt. Dort sprach Walter Moses 1 Va Stunden lang, so läng, daß der zweite Redner, Kurt Blumenfeld, nicht mehr, zu Worte kam. Und diese Rede war keineswegs eine, die das Gemeinsame der nationalen Jugend irgendwie dargestellt hätte: Ganz das Gegenteil! Sie war eine Programmrede, ein persönliches Bekenntnis, scharf und polemisch, mit wundervollem Pathos vorgetragen, allen seinen Freunden eine Freude, den vielen, vielen Gegnern ein Stein des Anstoßes. Er sagte viele ausgezeichnete Dinge, daß uns das Lernen des Hebräischen allein nicht jüdisch macht, daß der Kulturzionismus allein uns nicht von der Stelle bringt, daß alles Suchen in jüdischer Vergangenheit für sich allein keine Wege weist. Er predigte der Jugend Revolution gegen alles Bestehende und verhieß ihr, daß ihr starkes und glühendes Lebensgefühl selbst den 10

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