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Jüdische Turn- und Sportzeitung · 1918-01-01 · [o. Nr.] (1918) · p. Seite 8

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Journal
Jüdische Turn- und Sportzeitung
Volume
19 (1918)
Issue
[o. Nr.] (1918)
Date
1918-01-01
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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Bernstein-P o s e n weist besonders darauf hin, daß . das Verhältnis zum BT a u - W e i ß besser gestaltet Werden müsse. Schragenheim nimmt zu den Angriffen von Dr. Münz gegen die bisherige Leitung das Wort. Gewiß müsse er das Eingeständnis machen, daß die Arbeit nicht erfolgreich gewesen sei. Aber die Angriffe von Dr. Münz seien unbegründet insoweit, als er den Gründen für das Versagen 'der Arbeit nicht nachgegangen sei. Redner habe alles das, was Dr. Münz als neu gefordert, in seiner Amtszeit bereits begonnen. Er sei ebenfalls von dem Gedanken ausgegangen, füt den kommenden Frieden vorbereitende Arbeit zu leisten. Es sei aber heutzutage, wo man man meistens auf schriftliche Fühlungnahme angewiesen sei, nicht so leicht. Die deutschen Vereine und der österreichische Kreis hätten vollkommen versagt, und die Schwiei igkeiten auch auf finanziellem Gebiete .seien große gewesen. Wenn schließlich der Ausschuß Artikel für die Turnzeitung, die ihm nicht geeignet oder gut genug erschienen, abgelehnt habe, so sei er nach bestem Wissen und Gewissen verfahren. Die Hauptsache sei jetzt, eine Leitung zu wählen, deren Mitglieder nicht bald wieder gezwungen sind, ihre Aemter niederzulegen. Die Aufgaben der Turnerschaft erblicke er darin, jüdische Turner zu schaffen, nicht nach außen zu arbeiten, sondern dafür, das jüdische Volk für Palästina brauchbar zu machen. Wer nach Palästina gehen wolle, müsse in erster Linie körperlich brauchbar sein. Max Cohn schließt sich den letzten Ausführungen von Schragenheim an. Er vermisse die Debatte darüber, was zu geschehen habe, um den Turnbetrieb zu heben. Der Vorsitzende gibt auf eine Aeußerung von Masur-Hamburg Aufklärung über die Grundsätze, von denen man sich bei der Aufstellung der Delegierten zum Jugendtag habe leiten lassen und warum es nicht möglich gewesen sei, die Provinz in weitergehendem Maße, als geschehen, zu berücksichtigen. Rosenberg- F ra n k f u r t gibt der Meinung Ausdruck, daß es schließlich nicht darauf ankomme, welche Personen delegiert werden. Die Delegierten würden die Meinung der Turnerschaft, wie sie auf dem Turntag zur Geltung gekommen sei, vertreten, nicht ihre persönlichen Ansichten. Antrag«: Ein Antrag pr. Münz, daß der Turntag sich gegen die Wahl von Moses in den engeren Ausschuß urid Karl Gläser als Jugendsekretär aussprechen solle, wird/ abgelehnt. Eine Resolution Körösi, die besagt, die Delegierten hätten bei der Gründung des Gesamtausschusses den Standpunkt zu vertreten, daß die jüdischen Jugendorganisationen gegen die jüdiscl.i. Tradition nicht verstoßen dürften, und derartige Anregungen oder die Wahl vcn Personen dieser Richtung abzulehnen, ferner die Beeinflussung der Tendenz der Tumcrscliaft seitens des Gesamtausschusses abzulehnen, - wird angenommen. , Antrag R o s e n b e r g, der dem Gesamtausschuß seitens der Turnerschaft zur Pflicht machen soll, der lugend Anregung und Gelegenheit zu geben, die Quellen der jüdischen Religion gründlich kennen zu lernen, und von der Bewegung überhaupt fordert, die Vorschritten der jüdischen Religion zu beachten, die religiöse Freiheit des Einzelnen unangetastet zu lassen — wird ebenfalls angenommen. Der Antrag desAuss'chusses, den Verbandsbeitrag auf 5 Mk. zu erhöhen, wird abgelehnt, indem beschlossen wird, ihn auf der bisherigen Höhe von 2,70 Mk. zu belassen. Alsdann kommt die Frage zur Sprache, ob man die finanzielle Unterstützung der zionistischen Organisation in Anspruch nehmen solle. Die Diskussion ergibt, daß nur gegen eine bedingungslose Hergabe von Mitteln keine Bedenken bestehen. Ein A n t r a g M ü n c h e n, die Turntage des deutschen Kreises in Zukunft nicht im <r in Berlin, sondern abwechselnd in den verschiedenen Städten abzuhalten, wird an^ ommen. Eine Resolution Thomaschewsky, die Turnvereine mögen beschließen, vor. ..iren Vorstandsmitgliedern und Vorturnern die Anerkennung des zionistischen Programms zu verlangen, wird abgelehnt. Es wird beschlossen, für den Vorstand nur Berliner Mitglieder zu wählen, ihm aber einen erweiterten AusschuB anzugliedern, der dauernd über die Leitung der Geschäfte auf dem Laufenden zu halten und alle H

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