Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Journal
- Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Volume
- 1916-1918
- Issue
- Fünfte Kriegsnummer (September 1918)
- Date
- 1918-09-01
- Page
- Seite 30 (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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30 No. 5 nehmigung nicht erteilt, und mußten wir uns mit einem Protokoll und Zirkularbriefen begnügen, welche in jüdischer Sprache herausgegeben wurden. Die Kulturkommission hat eine kleine Bibliothek für wissenschaftliche und technische Fragen auf dem Gebiete von Turnen und Sport geschaffen. Zum Propagieren der Turnidee sind von vielen Rednern Agitation- und Inspektionsreisen gemacht worden. Der Referent bezeichnete als die wichtigsten Probleme, mit welchen die Tagung sich beschäftigen sollte, die Reorganisation des Zentralkomitees und die Finanzreform für das Z. K. Vieles hätte noch im Laufe der Zeit geschaffen werden können, was leider nicht zur Ausführung gekommen ist, Die Ursache muß man in den finanziellen Schwierigkeiten suchen. Im ganzen blicken wir mit Zufriedenheit auf unsere Tätigkeit zurück und mit den besten Aussichten in die Zukunft, Auf der am 13. und 14. August stattgefundenen Konferenz sind die folgenden Anträge angenommen worden: 1. Eine Zusammenkunft aller Turnlehrer soll herbeigeführt werden. 2. Das hebräische Kommando ist zu schaffen. 3. Die Kopfsteuer ist von 10 auf 20 Pfg. monatlich zu erhöhen. 4. Es sind spezielle Veranstaltungen in allen Städten zu treffen unter der Losung „Eine Woche für die Auflebungs-Bewegung" zu Gunsten desi Zentralkomitees. 5. Es soll ein Almanach in hebräischer und jüdischer Sprache herausgegeben werden. 6. Während jeder Turnkonferenz soll in Zukunft ein Verbanilsturnfest stattfinden. 7. 5 o/o vom Budget jedes Turnvereins sollen dem Z. K. zufließen. 8. Das Z. K. wird aufgefordert, sich mit Fachmännern in Verbindung zu setzen, um das Turnen zu vervolkstümlichen, jüdische Musik zu schaffen. 9. Es soll eine einheitliche Uniform für alle Turnvereine eingeführt werden. 10. Das vorgelegte Budget von 25000 Mark für jährliche Ausgaben wird von der Konferenz bestätigt. Zuletzt erhielt der Vize-Vorsitzende Herr Dr. L. Falk das Schlußwort, in dem er die Versammelten zur weitem fruchtbaren Arbeit aufrief.