Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Journal
- Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Volume
- 1916-1918
- Issue
- Fünfte Kriegsnummer (September 1918)
- Date
- 1918-09-01
- Page
- Seite 29 (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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No. 5 29 3. eine philologische Kommission, bestehend aus den Herren: Redakteur J. Ugier, M. Schönberg, Sch. Edelschein, unter Hinzuziehung von hebräischen Lehrern: H. Wolk, Mlotek, Jankelewicz, Dr. Kohn und Dr. Simchowicz. Diese Kommission hat die Aufgabe, das hebräische Kommando zu schaffen. 4. Satzungs-Verfassungs-Kommission, bestehend aus den Herren: Ingenieur Russak, A. Morgenstern und B. Poretzki. Die technische Kommission hat Instruktionen für die Turnvereine, ein .Lehrprogramm und Zirkulare für technische Angelegenheiten ausgearbeitet und unter der Leitung derselben waren auch Instruktoren- Kurse vom Zentralverband eingerichtet. Es wurde ferner ein Wettbewerb für ein Verbandsabzeichen und für ein Turnlied ausgeschrieben. Den Preis für das Abzeichen hat der Kunstmaler L. Rosenberg erhalten, für das Tumlied Schriftsteller Katzenellensohn, Musik von L. Silberz. Das Zentralkomitee hat auch viele Turnvereine mit Turnlehrern versorgt. Während der Berichtszeit war das Zentralkomitee mit folgenden Turnvereinen in Verbindung: Alexandrow, Bendzin, Blaschki, Czenstochau, Qostynin, Glowno, Kalisch, Konstantynow, Kolo, Konin. Kutno Lipno, Lowicz, Lodz, Lask, Lutomiersk, Ostrow, Plock, Plonsk, Rypin, Sosnowice, Strykow, Sieradz, Slupca, Schadek, Tomaschnow, Warschau (Makkabi und Bar Kochba), Wloclawek, Warta, Zgierz, Zdunska Wola, Zychlin, Zambrow, Isbizy, Pabianice, Petrikau und Ozorkow. Die Frage des hebräischen Kommandos hat in manchen Vereinen Meinungsverschiedenheiten hervorgerufen, jedoch ist sie schließlich in positivem Sinne entschieden worden. Bis jetzt ist das hebräische Kbmmando in 23 Vereinen eingeführt. Per Gründung neuer Vereine stellten sich verschiedene Schwierigkeiten in den Weg. Die wichtigste Frage war die Turnlehrerfrage* Der Bedarf war sehr bedeutend,' und wir hatten nicht die Möglichkeit, für alle Turnvereine Lehrer zu beschaffen, insbesondere für die Vereine in den kleinen Städten, Wo das ausgesetzte Gehalt sehr gering war. Am 4. Oktober 1917 wurden unter der Leitung von Herrn M. Schönberg Instruktorenkurse für Turner und Volkslehrer eröffnet, womit ein wichtiger Beschluß der ersten Konferenz verwirklicht wurde. Die Volkslehrer wurden aufgefordert, an den Kursen teilzunehmen, es meldeten sich indes sehr wenig Lehrer, sodaß die Kurse für diese nicht zu Stande kamen. Von großer Wichtigkeit waren die vom Zentralkomitee veranstalteten Kreisausffüge in Sieradz, Strykow, Glowno, Zgierz und Lask, welche von den Kreisvorstehern geleitet wurden. Prachtvolle Manifestationen für die jüdische „Auflebungs-Bewegung“ stellten die am Lagbojmer veranstalteten gemeinsamen Ausflüge in Zgierz (Lodzer Kreis) dar, an welchen aus die Volksschulen, das jüdische Gymnasium, viele jüdische Kinderheime und die Pfadfinder teilnahmen. Um mit den zum Zentralverband gehörenden Turnvereinen in «ngerer Fühlung zu bleiben, sind die Städte auf Kreise verteilt worden. Die Kreise unterstehen der Leitung eines Mitglieds des großen Zentralkomitees. Die literarische Verlagsarbeit hatte viel Störungen zu überwinden. Zur Herausgabe eines Organs war uns wegen Papierknappheit die Ge-