Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Journal
- Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Volume
- 1916-1918
- Issue
- Vierte Kriegsnummer (Juli 1918)
- Date
- 1918-07-01
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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- IRI
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No. 4 7 wird sich in seiner Organisation den Vorschriften dieses Gesetzes einzupassen haben, falls es zustande kommt. Es gibt noch weitere Punkte, die wir zu besprechen haben werden und die hoffentlich auch in der vorbereitenden Aussprache in der Turnzeitung erwähnt werden werden. Es lag nicht-ln meiner Absicht, hier bereits ein festes Programm für den Tum tag aufzustellen oder gar die Fragen, die an uns heran treten, endgültig zu beantworten. Der Schwierigkeit und der Wichtigkeit der Aufgaben bewußt, wollte ich eine Anregung geben und erwarte nun den Austausch der Meinungen.*) Wem es ernst ist um unsere Jüdische Tumerschaft, der beteilige sich an der Arbeit. Zusammenschlul der national-jüdischen Jagend Deutschlands. Von Dr. Fritz Löwenstein. 'Wie bei allen Nationen, so hat auch im jüdischen Volke das Wieder- «rwachen des Volksbewußtseins vor allem die Jugend ergriffen. Als nach fielen Jahrhunderten der Stagnation das nationale Judentum erwachte und Theodor Herd ihm den gewaltigen Schwung der weltpolitischen Bewegung gab, da war es die Jugend, die Herzl zujubelte und aus deren Mitte sWh seine getreuesten Mitarbeiter rekrutierten. Inzwischen hat die Entwicklung der jüdischen Volksbewegung neue Aufgaben gestellt: Agitation zur Gewinnung der indifferenten jüdischen Massen, Erziehung zu starken und aufrechten Persönlichkeiten, Rückkehr zur hebräischen Sprache *f**d zur jüdischen Kultur, körperliche Ertüchtigung waren die wesentlichsten dieser Aufgaben. Und je Ipiannigfacher die Betätigungsmöglichkeiten, umso bunter wurde auch das Bild, das die verschiedenen Organisationen der jüdischen Jugend boten. Studentische Verbindungen und Herzl-Klubs, Tum-, Sport-, Wander- Rudervereine, Mädchenorganisationen entstanden, und jede Organisation strebte mit den ihr eigentümlichen Mitteln einer bestimmten Aufgabe zu, die im Rahmen der großen nationalen Wiedergeburtsbewegung lag. Niemals freilich ist der nationaljüdischen Jugend das Gefühl verloren gegangen, das eine Einheit alles umschloß, was sich zu Zion und zum Gedanken der jüdischen Wiedergeburt bekannte. Aber es konnte nicht verkannt werden, daß ein gewisser Partikularismus entstand, der die Aufgaben des einzelnen Vereins überschätzte und das Gemeinsame und Verbindende übersah. So tauchte schon vor dem Kriege der Wunsch auf, die verschiedenen Verbände und Vereine national-jüdischer Jugendarbeit zusammenzufassen, um so die Stoßkraft zu erhöhen, der einzelnen Organisation die Arbeit zu erleichtern und neue größere Aufgaben in Angriff zu nehmen, der keine einzige Organisation gewachsen war. In dieser Richtung lag es, als die beiden nationaljüdischen Studentenverbände wenige Wo- <&en vor Kriegsausbruch »ich zu einem einheitlichen Verbände rusammentalen. Was vor dem Kriege wünschenswert erschien, hat die Entwicklung des Krieges uns als unabweislich notwendig erkennen lassen. Die ungeahnten politischen Erfolge des Zionismus haben unter den nich'nationalen *) Erfreulicher Weise können wir mit den Beiträgen von Unna und Tuch in diesem Heft bereits damit beginnen.