Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Journal
- Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Volume
- 1916-1918
- Issue
- Dritte Kriegsnummer (Februar 1918)
- Date
- 1918-02-01
- Page
- Seite 25 (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/6492379-5965033-5965374--530-4922706- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
No. 3 25 Auch unsere Damenabteilung' erfreut sieb eines sehr regen Besuches, und wir haben für dieselbe eine geeignete Lehrkraft eingestellt. Die Herrenabteilung ist, wie es die jetzige Zeit bedingt, schwach besucht; unser Tum wart hat die Leitung derselben übernommen. Für die beiden letztgenannten Abteilungen hatten wir zuerst eine städtische Turnhalle zur Verfügung gestellt bekommen, mußten sie jedoch laut Magistratsbeschluß wieder räumen, und mehr als vier Wochen stand der ganze Betrieb wieder still. Nach vieler Mühe ist es uns endlich gelungen, allerdings mit großem Kostenaufwand, die herrliche Turnhalle des Turnvereins München von 1860 für einen Abend in der Woche zu erhalten. Im Monat August (begründeten wir auf Anregung unserer Mitglieder eine Sportabteilung, welche hauptsächlich Leichtathletik, Fußball und Deutschball betreiben sollte. Fußball trat jedoch der technischen Schwierigkeiten wegen sofort in den Hintergrund, sodaß wir uns vorerst mit Leichtathletik und Deutschball begnügen mußten. (Siehe d. J. T. in der Oeffent- Hchkeit.) In Zeitabständen von tca. 14 Tagen veranstalteten wir Wanderungen, die sich sehr zahlreicher Beteiligung erfreuten. Auch kamen wir des öfteren zu gemütlichem Beisammensein und Kneipen zusammen, um die Geselligkeit im Vereine zu pflegen. Anfangs September 1017 begründeten! wir, um ein gedeihliches Zusammenarbeiten zu erwirken, mit einigen hiesigen jüdischen Vereinen einen „Nationaljüdischen Verband“, der alle 14 Tage Vortragsabendp veranstaltet. Die Vorstandschaft dieses Verbandes setzt sich aus Delegierten der beteiligten Vereine zusammen. Unser Verein hat den Turnbruder w. Steinberg als Delegierten gewählt. Unser bereits seit längerem bestehender Turnhallenfonds erfreut s>ch sehr reicher Spenden. Wir beabsichtigen im Laufe des Monats Februar ein Schauturnen unserer sämtlichen Abteilungen zu veranstalten und hoffen, daß dasselbe Unseren Propagändazwecken dienen wird. Nürnberg. Jüdischer Turn- und Sportverein. Wir turnen einmal in der Woche eine Stunde. Wenn unsere Damen- ^ege größer wird, dann werden wir auch eine zweite Stunde für uns in Anspruch nehmen. Che Beteiligung an den Turnstunden war auch im 'erflpssenen Jahre mittelmäßig, manchmal sogar sehr gering. Wir sind p ,er gezwungen gewesen, im Sommer eine zeitlang zusammen mit einer nvatriege zu turnen. Turnfahrten hatten wir 5, darunter 2 Tagesfahrten. w Unsere Chanukkafeier, ursprünglich nur für einen engen Kreis geplant, urde schließlich doch in anderer Form veranstaltet. Der Mühewaltung n Frau Körösi war es gelungen, einige Mitglieder des Stadttheaters Auf^CW'nnen' ^as 'künstlerische Programm übertraf alle Erwartungen. st : ein finanzielles Ergebnis hatten wir nicht gehofft, da diese Veran- »Itung lediglich unseren Mitgliedern und Angehörigen etwas Gesellige«