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Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport · 1918-02-01 · Dritte Kriegsnummer (Februar 1918) · p. Seite 12

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Journal
Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
Volume
1916-1918
Issue
Dritte Kriegsnummer (Februar 1918)
Date
1918-02-01
Page
Seite 12 (sequence 12)
Language
German
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12 No. 3. erwiesen. Wenn schließlich einzelne Zionistein geäußert haben, es möchtten ihre Freunde durch die Beteiligung an einer jüdischen Gartenstadt bei Berlin von ihrer aktiven Anteilnahme an der Arbeit für Palästina abgelenkt werden, so ist auch diese Befürchtung hinfällig. Für Leute, denen Palästina ein Lebensbedürfnis ist, kann eine jüdische Gartenvorstadt niemals ein vollwertiger Ersatz sein, aber jede Intensivierung jödt“ sehen Lebens in den Ländern der Zerstreuung muß der Schaffung, und dem Ausbau eines, jüdischen Kulturzentrums zugute kommen. Weitere Kreise wird interessieren, öaB wir bei unserem Plane auch an die Verwirklichung des Gedankens jüdfeidier Kriegsheimstätten heran* gehen wollen, da wir über genügend billiges Terrain verfügen werden- Auch die Interessenten an. Laubenland und billigen Sommerhäusern werden bei uns auf ihre Rechnung kommen, da wir in absehbarer Zeit nur einen Teil des verfügbaren Landes bebauen werden.*) Zu diesen Ausführungen sei bemerkt, daß schon jetzt sich ein so starkes Interesse an der Sache gezeigt hat, daß bei ähnlichen Fortschritten wohl auf das Zustandekommen des Planes gerechnet werden kann, der auf alle Fälle als ein neuer und aussichtsreicher Weg **. jüdischem Zusammenschluß zu begrüßen ist. Eine Anregung. Des öfteren sinduns Klagen von Turnbrüdern und Gesinnungsgenossen aus dem Felde zugegangen, die darüber Beschwerde führen, daß es ihnen bei Feldgottesdiensten oder anderen Gelegenheiten nie möglich war, an einer Veranstaltung von Turnern oder Zionisten teilzunehmen Kamen sie, wie das zu den hohen Feiertagen z. B. der Fall ist, in ein* größere Stadt, so konnten sie wohl Ankündigungen von K. J. V'ern lesen. Hin und wieder ist es ja auch vorgekommen, daß einige K. J. V’er gemeinsame Veranstaltungen arrangierten; diese Fälle sind aber sehr vereinzelt geblieben. Mir z. B. war es während 21/2 Jahren, die ich i® Felde verlebte, nicht ein einziges Mal möglich, au einer Tagung von Zionisten oder Turnern teilzunehmen, und wie sehnte ich midi nadi den Strapazen des Frontlebens nach einer Aussprache mit Gleichgesinnten. Die Herren aber, denen es in der Etappe doch gewiß möglidi war, Zusammenkünfte vorzubereiten, versagten vollkommen bis auf di* K. J. V’er. Meine Anregung geht nun dahin, daß alle Tumbrüder und Gesinnungsgenossen, die sich in den Etappen befinden oder die iigend dazu in der Lage sind, Zusammenkünfte vorbereiiten oder Stammtische einrichten, damit die Frontsoldaten, im Falle sie an solche Orte kommen, wo sich Freunde befinden, sofort wissen, wohin sie sich wende* sollen, um sich einige Stunden in der Unterhaltung mW Gleichgesinnten erbauen zu können. Für alle Beteiligten kann dies nur von Vorteil sein. Die Treffplätze müßten wie die des K. J. V. in allen unseren Organen bekannt gegeben werden. Die Einrichtung darf aber nicht ein- *) Einzelheiten über den Stand der Sache, die Beteiligungsform W*. sind jederzeit vom Dipl.-Ing Loewy, Charlottenburg, Schillerstr. 60, zu erfahren

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