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Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport · 1916-12-01 · Erste Kriegsnummer (Dezember 1916) · p. Seite 10

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Journal
Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
Volume
1916-1918
Issue
Erste Kriegsnummer (Dezember 1916)
Date
1916-12-01
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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10 No. 1 Frl. Thomaschewsky erklärt, daß der Ifftus sich auch nicht damit brüsten wolle. Er weise nur auf diese Dinge hin, um seine Wünsche äußerster'Sparsamkeit und Aenderung der Finanzgebarung auf Kriegsdauer damit zu begründen. Herr Hirsch führt ans: Der B. K.-ßerlin sei der größte Verein deF Turnerschaft und arbeite wie ein Qau iii die Gesamtheit des deutschen Kreises. Infolgedessen habe die Gesamtheit des deutschen Kreises die Pflicht, dem B. K.-Berlin das Büro zu erhalten, da er es notwendig brauche, ohne jetzt in der Lage zu sein,, das Geld hierfür allein aufzubringen. Herr Dr. Weigert schlägt vor, man möge sehen, eine Verminderung der.Bürokosten dadurch zu erzielen, daß uns von befreundeter Seite ein Büro kostenlos zur Verfügung, gestellt werde. . Frl. Marcus führt aus: Läßt es sich nicht ermöglichen, unter Mitbenutzung eines anderen Büros mit einer freiwilligen Hilfskraft nur die reinen Unkosten zu haben? Herr Körösi ist ebenfalls für eventuelle Mitbenutzung eines anderen Büros, aber für Beibehaltung der bezahlten Arbeitskraft, da eine solche besser arbeitet. Frl. Cohn erwidert, Herr Körösi überschätzt den Wert einer bezahlten Arbeitskraft. Solange der umfangreiche Verwaltungsapparat des Verbandsausschuß und Kreisvorstandes existierte, war eine Sekretärin für die Erledigung der mannigfachen Büroarbeiten eine notwendige und sehr schätzenswerte Mitarbeiterin, bei der heutigen Lage, wo es sich, lediglich um Korrespondenzen handelt, die man einer Sekretärin doch nicht ganz überlassen kann, würden die üblichen Büroarbeiten mit freiwilligen Kräften zu erledigen sein. Auf Antrag der Herren Körösi und Dr. Weigert wird beschlossen, das Büro der Jüdischen Turnerschaft und des Deutschen Kreises weiter aufrecht zu erhalten und die bezahlte Arbeitskraft zu belassen. Sofern von einer Seite ein Büro evtl, mit' Telephon kostenlos oder bei geringeren Kosten zur Verfügung gestellt wird, ist der Kriegsausschuß verpflichtet, dieses Angebot unbedingt anzunehmen. Die Vertreter des Ifftus stellen dem neuen Kriegsausschuß die Wohnung des Tfftus für Bürozwecke zur Verfügung. Man schreitet zur Debatte über die Finanzgebarung. An der Debatte beteiligen sich die Herren und Damen: Scholem, Cohn, Thomaschewsky, Körösy, Wigderowitsch, Sussmann, Lewin, Hirsch, Klopstock, Weigert. Es werden folgende Ansichten geäußert. Der Vcnbandsbeitrag pro Mitglied 2,70 Mark solle nicht geändert werden, da die Tagung nicht berechtigt sei, solche Beschlüsse zu fassen. Thomaschewsky, Cohn, Lewin: Die Versammlung sei überhaupt illegal. Wenn sie aber Beschlüsse fassen könne, die die Arbeit urflb" remdl des Krieges regeln, so sei sie auch ln der Lage für die Dauer' des Krieges die Herabsetzung der Verbandssteuer vorzimehmen, wenn sie es für nötig erachte. Daß eine Herabsetzung notwendig sei, erhelle daraus, daß die meisten Vereine nicht in der Lage gewesen seien, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Die Steuer solle so bemessen sein, daß sie auch wirklich bezahlt werden kann. Herr Körösy beantragt zu Beschluß: Die dem deutschen Kreis angescblossenen Vereine sind verpflichtet, genaue Uebersicht über Einnahmen und Ausgaben auf Verlangen dem Kreisausschuß vorzulegen. Sollte ein Ver-

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