Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Journal
- Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Volume
- 15 (1914)
- Issue
- 4 (Juli 1914)
- Date
- 1914-07-01
- Page
- Seite 126 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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126 No. 4 1. Vorsitzenden, Herrn Dr. med. Massenbacher wurde der bisherige überaus rührige II. Vorsitzende, Herr Artur Körösi zum I. Vorsitzenden und an seiner Stelle als II. Vorsitzender und Schriftführer Herr Willi Stern gewählt. Die Generalversammlung beschloß einstimmig den Anschluß an die Jüdische Turnerschaft, ferner die Einrichtung verschiedener Sportriegen (vorerst Hockey, Fußball). Ein vorzüglich ausgeführtes Merkblatt wurde den Mitgliedern zu Propagandazwecken zur Verfügung gestellt. In später Stunde schloß der Vorsitzende, Herr Artur Körösi mit dem Hinweis auf das fortwährende erfreuliche Anwachsen des Vereins und mit einem kräftigen Appell zur tatkräftigen Werbung neuer Mitglieder und zu turnerischer Arbeit die sehr angeregt verlaufene Versammlung. Es ist zu wünschen, daß dem Jüdischen Turn- und Sportverein Nürnberg insbesondere unterstützende Mitglieder gewonnen werden. Erwähnt darf werden, daß der Verein heute nahezu 100 Mitglieder zählt. P. O. Samter. Am Mittwoch, den 4. Juni fand im Schützenhause hierselbst die erste ordentliche Generalversammlung des Jiid. Frauen - T urn-V ereins statt. Bei der Wahl des Vorstandes gingen hervor: Frau S. Rosenberg, 1. Vorsitzende, Frl. Else Berg, 2. Vorsitzende, Frl. Gertrud Peiser, Tnrnwart, Frl. Rosa Körpel, Kassiererin, Frl. Paula Wreschner Schriftführerin. Aus dem Geschäftsbericht ist Folgendes hervorzuheben. Es wurde an 37 Turnabenden geturnt, welche durchschnittlich von 14 Turnerinnen besucht waren. Die Einnahmen gingen mit den Ausgaben konform. Durch die Bereitwilligkeit des Herrn Apotheker Kuttner hierselbst, welcher zurzeit unsere Turnstunden leitet, waren wir in der Lage, die Ausgaben für die Reisevergütung der Herren vom Posener jüdischen Turnverein zu ersparen, so daß wir am Jahresschluß einen kleinen Bestand zu verzeichnen haben. Es wurde beschlossen, im August ein Sommerfest zu veranstalten. Wir wollen nicht versäumen, den Herren vom J. T. V. Posen, welche bisher in bereitwilliger Weise unsere Turnstunden leiteten, unseren Dank auszusprechen. Frankfurt (Main). J. T» V. In der im April stattgehabten Generalversammlung unseres jetzt auf eine einjährige erfolgreiche Tätigkeit znrückschauenden J. T. V. wurden folgende Herren in den Vorstand gewählt. I. Vorsitzender Herr Dr. Siegfried Seligmann. II. Vorsitzender Herr Karl Rosenheimer, I. Schriftwart Herr Emil Wolpert, II. Schriftwart Herr Jakob Schloß, I, Kassierer Herr Erhard Mayer, II. Kassierer Frl. Lotte Bär. Turnwart: Herr Fritz Freund. Beisitzender: Herr Georg Freudenstein. Die Beteiligung an den Vereinsveranstaltungen war sehr rege. Wir turnten ln einer Herren- und Damenriege wöchentlich je einmal unter Leitung unseres bewährten Turnlehrers Herrn Reinheimer, der in sachgemäßer Welse von unseren» Turnwart Herrn Fritz Freund und den Vorturnern, den Herren Ball und Nußbaum, unterstützt wird. Durch dankenswerte Bemühungen einiger unserer Vorstandsmitglieder sind uns nun endlich — was wir schon lange ersehnten — von seiten der städtischen Behörden zwei schöne geräumige Turnhallen zur Verfügung gestellt worden. Es ist uns :nm die Möglichkeit einer großzügigen Ausgestaltung und Organisierung unseres Turnbetriebes gegeben worden, und nicht zuletzt erwachsen uns dadurch bedeutende materielle Vorteile. Einsehend, daß zur Heranziehung weiterer Kreise der hiesigen jüdisch**1 Jugend es nötig ist, auch andere Sportzweige zu berücksichtigen, sind wir durch Anschaffung eines Trainierbootes (Doppelskuller) zur Gründung einer Ruder-Abteilung geschritten. Es ist dies Im Leben der hiesigen Jüdischen Jugend eine völlig neuartige Einrichtung, deren Wert nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Zur Einweihung des Bootes, dem wir den Namen „Jardenah“ gaben, hielt unser Freund, Herr Nachum Goldmanh die Weiherede, die von den zahlreich versammelten Mitgliedern und Förderern unseres Vereins beifällig aufgenommen wurde. Unter den Klängen der Hatikwah wurde