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Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport · 1914-05-01 · 3 (Mai/Juni 1914) · p. Seite 99

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Journal
Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
Volume
15 (1914)
Issue
3 (Mai/Juni 1914)
Date
1914-05-01
Page
Seite 99 (sequence 29)
Language
German
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99 No. 3 Am besten waren die Leistungen unserer Stammabteilung in der Steglitzer Straße. Die Besucherzahl war so groß, das für diese Abteilung ein dritter Abend eingesetzt werden mußte. Die 2. Frauenabteilung war seit ihrer Gründung ein Sorgenkind. Der Besuch war schlecht, und wir trugen uns imrger mit dem Gedanken, die Abteilung aufzulösen Im letzten Wintersemester aber hat sie einen sehr erfreulichen Aufschwung genommen. Die Mitgliederzahl hat die 50 überschritten, die Besuchsziffer ist verhältnismäßig sehr gut, so daß die Existenz dieser Abteilung gesichert ist. Die Gründung der 3. Frauenabteilung entsprach dem schon oft geäußerten Wunsche, auch im Nordwesten Berlins einen Turnabend abzuhalten. Trotzdem wir nur eine nicht sonderlich, günstig gelegene Turnhalle fanden, und der neue Turnabend infolgedessen zunächst nicht recht besucht wurde, beginnt jetzt die Zahl der Mitglieder und das Vereinsinteresse sich zu heben. Die Abteilung berechtigt zu den besten Hoffnungen. Besonders erfreulich ist der Betrieb in den Jugendabteilungen. Die Kinder, Mädchen bis zu 16 und auch einige Knaben unter 10 Jahren, turnen großer Liebe und machen gute Fortschritte. Es findet ein dauernder Vorturnerinnenkursus statt, zu dem alle 14 Vorturnerinnen verpflichtet sind. Den Turnerinnen der ersten Riegen der ''•auenabteilungen ist freigestellt, daran teilzunehmen. Neben dem Turnen wurde im Sommer der Rasensport gepflegt. Wir übten uns im Laufen, Springen, Werfen. Es wurde mit Hockey begonnen und zuerst auch mit großer Begeisterung trainiert. Leider war im Juli und August ein großer Teil der Sportabteilungsmitglieder verreist und im September kam wegen der ungünstigen Witterung kein geregeltes Spiel mehr zustande. Im Sommer wurden zweimal monatlich Wanderungen in die Umhegend Berlins gemacht. Pfingsten führte eine viertägige Tour durch Mecklenburg 130 Teilnehmerinnen). Im Winter wurde nur an jedem dritten ^onntag gewandert. In der Zeit von Weihnachten bis Neujahr nahmen wir z« gemeinsamem Wintersport Aufenthalt im Riesengebirge (16 Teilnehmerinnen). Die Spiele im Freien hörten im Oktober aui, und dafür setzte der bcchtunterricht wieder ein, dieses Mal unter Leitung von Fechtmeister Neralitsch. Der Verein hatte Gelegenheit, öffentlich über seine Leistungen Rechenschaft abzulegen. Er beteiligte sich an dem großen Schauturnen, das aus maß des 11. Zionistenkongresses in Wien stattfand. 22 unserer Turnerinnen 'aten zu den Freiübungen an, 20 turnten an den Geräten, und eine Abteilung v°n 14 Fechterinnen trat als Sonderriege auf. Der neugewählte Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: , Vorsitzende Frl. Gertrud Levy, stellvertretende Vorsitzende Fri. cne Cohn, 1. Schriftführerin Frl. Käte Danielewlcz,-2. Schriftführerin Fri ‘afa Danielewdcz, Turnwalterin Frl. Johanna Thomaschewsky, Kassiererin r ' ^osa Lewin, Beisitzerin Frau Dr. Zlocistl. Am ^raz> Jüdischer Turnverein „Makkabl“. (Jubllünms-Griindungsfest.l m 29. März 1914 feierte unser Verein das Fest seines zehnjährigen Be- und 6S’ aus welchem Anlasse am Nachmittage ein öffentliches Schauturnen Un am» ^hend ein Festkommers mit nachfolgendem Kränzchen stattfand. ser Verein, welcher seit seinem Bestände infolge seiner streng nationalen kfiC s*ets mit Gegensätzen in Grazer antizionistischen Kreisen zu di ^üftn hatte, brachte es trotzdem zu einer recht ansehnlichen Höhe, wie auch der glänzende Verlauf unseres Jubiläums-Oriindungsfestes bewies. s allgemein bekundete Interesse an unserem Stiftungsfeste seitens de'

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