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Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport · 1914-05-01 · 3 (Mai/Juni 1914) · p. Seite 89

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Journal
Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
Volume
15 (1914)
Issue
3 (Mai/Juni 1914)
Date
1914-05-01
Page
Seite 89 (sequence 19)
Language
German
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No. 3 89 anderen Vereine dürften sogar Unterstützungen von der Kreiscassa beanspruchen. Auf Antrag des Tb. Dr. F. Waschitz („Dror" Lemberg) wurde die Kreisleitung beauftragt, binnen drei Monaten Vorbereitungen zur Herausgabe eines eigenen Kreisorgans in polnischer Sprache zu treffen; mit Rücksicht jedoch auf die materielle Lage des Kreises soll die Finanzierung dieser Zeitschirft — wenn an deren Herausgabe wirklich geschritten werden könnte — nicht die Kreisleitung, sondern ein speziell zu diesem Zwecke zu gründendes Komitee übernehmen. Auf Antrag des Tb. Bliimer (Buczacz) wurde der Kreisleitung die “flicht auferlegt, alle ihre Publikationen in dem Lemberger jüdischen Tagblatte zu veröffentlichen. Der Turntag beschloß schließlich, die von der Verbandsleitung eingeliihrten Verbandsabzeichen mit deutschen Initialen abzulehnen und den Verbandsausschuß aufzufordern, die Beschaffung von Verbandsabzeichen mit hebräischer Aufschrift ehestens zu besorgen. Die Neuwahl zum Kreisauschusse gab folgenden Erfolg: Vorsitzender Vr- Heinrich Sterner, Stellvertreter Ingenieur Gewandter, Schriftführer Bass und H. Sommer, Fachreferenten: für Turnen' Ingn. L. Kroch, für ^port cand. medic. I. Scheps, für Schomer Dr. Fuchs, für die Presse Dr. F. “ aschitz. Ausschußmitglieder: H. Erb und J. Fuchs. Der Turntag wurde am selben Tage um 8 Uhr abends geschlossen, worauf die Delegierten korporativ sich zu dem in Lembergs größtem Saale stattfindenden Schauturnen des hiesigen Turnvereins Dror begaben. Das grandiose Schauspiel in Anwesenheit eines Publikums von über 3(11)0 Personen hat die Delegierten zur mutigen und ausdauernden Arbeit bir unsere große Sache angespornt. Deutscher Zionistischer Parteitag 1914. Das Bureau der Zionistischen Vereinigung Deutschlands, Berlin W 15, schreibt uns: Die Zionistische Vereinigung für Deutschland hat ihren XIV. Delegiertentag ftir den 14. und *5. Juni nach Leipzig in den Krystallpalast einberufen. Seit dem XIII. Posener ^elegiertentage im Jahre 1912 hat die Zionistische Vereinigung für Deutsch- ®nd eine bedeutende Stärkung ihrer Organisation erfahren, und fast alle fganisationen der deutschen Juden waren gezwungen, zum Zionismus Steliiog zu nehmen. Aus dem Kampf mit den antizionistischen Richungen im deutschen Judentum ist die deutsche Organisation der Zionisten 'esentlich gestärkt hervorgegangen, 122 Ortsgruppen in allen Gegegenden es Deutschen Reiches mit insgesamt 10234 Zionisten sind in der ZionistijChen Vereinigung für Deutschland zusammengeschlossen. Dazu kommen ’°ch 350 Vertrauensmänner In 187 Städten ohne Ortsgruppen, die mit dem erliner Bureau der Z. V. f. D. in ständiger Korrespondenz stehen. Die bbistlsche Vereinigung für Deutschland verfügt außerdem über mehrere «roßere Organe, vor allem das in Berlin erscheinende Zentralorgan der onistischen Bewegung, die „Welt“, ferner das offizielle Organ der Zionistifu t n ^erein'Kung für Deutschland, die „Jüdische Rundschau", das „Frankd rter Jsraelitsche Familienblatt“, die „Hamburger Jüdischen Nachrichten“. d s „Jüdische Echo“ in München. Außerdem geben einzelne Organisationen. mit der Zionistischen Vereinigung in engem Kontakt stehen, eigne Organe i..üaus’ studentische Zeitschriften, Zeitschriften für Turnen und Sport, für u«endbewegung usw.

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