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Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport · 1914-05-01 · 3 (Mai/Juni 1914) · p. Seite 87

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Journal
Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
Volume
15 (1914)
Issue
3 (Mai/Juni 1914)
Date
1914-05-01
Page
Seite 87 (sequence 17)
Language
German
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No. 3 87 nächst einmal eine allgemeine Bewertung aufgestellt. Für die drei Hauptgeräte des deutschen Turnens, Reck, Barren und Pferd erhielt ich da die Zahl 3, für Bock, Schaukelringe und Springei 2 und für alle übrigen 1. Entsprechend den Zahlen kommen die Geräte nun in der Ordnung zur Geltung. Dabei wird Reck sprunghoch zweimal und brusthoch einmal, Barren quer zweimal und seit einmal aufgeführt, während sich beim Pferd die gewohnte Dreiteilung von selbst ergibt. Bei den Ringen unterscheide ich zwischen dem ruhighängenden Gerät und den Uebungen im Schaukelschwung. Auf diese Weise erhalte ich 22 Angaben, die sich auf 11 Turnabende verteilen. Die sonst streng beachtete Regel, dafi man jeden Abend je ein Gerät geturnt werden «oll, das die oberen Glieder und eines, das die unteren in Anspruch nimmt, habe ich nur soweit berücksichtigt, wie es die oben genannten, mir wichtiger erscheinenden Grundsätze gestatteten. Ich gelangte auf diese Weise zu der folgenden Aufstellung: 1. Reck (sprunghoch) — Pferd (seit Sprünge). 2. Kletterstangen — Bock. 3. Barren (quer) — Gewichtheben. 4. Pferd (seit Schwünge) — Freispringen. 5. Reck (brusthoch) — Tiefspringen. 6. Ringe (im ruhigen Hang) — Pferd (quer Springen) (Längssprünge). 7. Barren (quer) — Gemischte Uebungen. *) 8. Reck (sprunghoch) — Bock. .9. Taue — Sturmspringen. 10. Barren (seit) — Freispringen. 11. Schaukelringe (Schwung) — Leitern. Es würde mich freuen, gelegentlich von unseren Turnwarten zu hören, welche Erfahrungen sie bei Anwendung dieser Geräteordnung, die einen ersten Versuch darstellt, gemacht haben. Verschiedenes. II. Galizlsch-bukowinischer Kreisturntag. in dem festlich dekorierten Saale des Jüdischen Studentenheims in Lemberg wurde am 29. März I. J. um 10 Uhr vormittags der **• gallzisch-bukowinische Turritag In Anwesenheit von 26 Delegierten der rum-, Sport- und Schomrim-Vereine Galiziens und der Repräsentanten sämtlicher Lemberger jüdischer Institutionen und Vereine vom Vorsitzenden dieses Kreises Tb. Dr. Heinrich Sterner mit einer hebräischen Ansprache eröffnet. Im Namen der zionistischen Organisation begrüßte den Turntag Dr. Leon Reich, Mitglied des A. C., und wünschte seinen Beratungen gedeihlichen Erfolg. Die Herren Adolf Stand, Obmann des zionistischen Central-Comitös jh Galizien, und Dr, J. Caro, Oberrabiner der Stadt Lemberg, entschuldigten ■hr Fernbleiben und sprachen sich schriftlich sehr warm für unsere Ideen aus. Zum Präsidenten des Turntages wurde einstimmig Ingenieur Isidor *mn gewählt. Ausführlichen Bericht über die Tätigkeit des Organisations-Komitees er*egte in administrativer Hinsicht Dr. Heinrich Sterner, in fachmännischer laminierter Turnlehrer Ingenieur Leon Kroch und Ignatz Scheps. . *) Unter „Gemischte Uebungen“ verstehen wir schwedische Freilm A*en’ Uebu"8en mit Handgeräten u. ä., die sich wegen ihrer Schwierigkeit m Abteilungsturnen nicht durchführen lassen.

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