Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Journal
- Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Volume
- 14 (1913)
- Issue
- 8 (Dezember 1913)
- Date
- 1913-12-01
- Page
- Seite 245 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 8 245 Dieselben werden in einem eigentlichen Vorturnerkurs, welchen Herr Havek leitet, ausgebildet. Der Verein beteiligte sich an drei öffentlichen Veranstaltungen: bei der Kinderpurimfeier des Jüd. Frauenvereins je eine Knaben- und eine Mädchenriege, beim 1. Gartenfest der zion. Korporationen Prags und beim großen Turn- und Sportfest in Wien. Dies bedeutet für einen Turnverein im ersten Jahre ein gutes Stück Arbeit. Das Hauptgewicht liegt im inneren Turnbetrieb. Fast alle mußten von Beginn an ausgebildet, für den Süd. Turngedanken gewonnen und an nötige Ausdauer und Zucht gewöhnt werden. Dies ist besonders in der Damenriege H. Saphir gelungen. Pas Männerturnen oblag Herrn Ing. Pacovsky, der es mit Umsicht und Energie leitete. Da der kleine Schützeninselsaal nicht mehr genügt, werden seit einem halben Jahre Unterhandlungen nach mehreren Seiten geführt, um die Saalfrage, welche eine Existenzfrage ist, zu lösen. Zur Sommerzeit wurde, dank dem Entgegenkommen der Direktion des Jüd. Internates, der Internatskarten (Königshofergasse) dem T. V. zur Mitbenutzung überlassen und von diesem mit eirem Aufwand von 700 Kronen zweckentsprechend instandgesetzt. Als Kommandosprache wurde für alle Riegen die hebräische Sprache festgesetzt. Auch in die Provinz haben die Prager Turner den jüd. Turngedanken getragen, so bestehen Ansätze zu T. V. in Dobris, Pribram, Krunwnau und Dux. Der Bericht des Turnwarts Havek bespricht die Richtlinien des bisherigen Turnens und weist lene für die Zukunft. Er verwies auf die Besuchsziffer bei den Damen, welche 79 pCt. erreicht hat, während sie bei den Männern 59 pCt. beträgt. Der Bericht des eifrigen Kassierers Max Hoffmann konstatiert, daß die Kassagebahrung günstiger als es für einen T. V. im ersten Jahre zu erwarten ist, abschließt. Den Einnahmen von 2760,00 Kr. stehen Ausgaben von 2627,84 Kr. gegenüber, so daß ein Plus von 132 Kr. 16 Heller verbleibt. Für Miete wurden ca. 670 Kr., für Geräte ca. 300 Kr. und für den Sommerturn- Platz 700 Kr. verausgabt. Dieser Bericht sowie alle anderen — die des Zeugwartes, Bibliothekars — wurden genehmigt und dem abtretenden Ausschuß, speziell dessen Obmann Kraus, das Vertrauen und der Dank ausgesprochen. Der neugewählte Ausschuß hat sich wie folgt konstituiert: Ing. Emmerich Hoffmann, Obmann; Ing. Josef Fischer, Obmann-Stellvertreter; Efl. Klara Mautner und Karl Witrofsky, 1. und 2. Schriftführer; Max Hoffmann und A. Röthenstein 1. und 2. Kassierer; Ignatz Bobasch und Alfr. Hayek 1. und 2- Turnwart; med. Fritz Fisch), Zeugwart; Frl. Else Singer. ★ Es ist dem J. T. gelungen, die schwierige Saalfrage zu lösen. Der geräumige und allen hygienischen Anforderungen entsprechende Turnsaal befindet sich Hybernergasse 7, zweiter Hof, im Gebäude des ehern. „Lid-Bio“. Eislaufplatz. Der J. T. versendet Einladungen zu dem Besuch seines Eislaufplatzes» den er im Stadtzentrum, Königshofergasse 15/17, eingerichtet hat. Der Platz ist 1000 qm groß und entspricht allen Anforderungen Die Preise betragen: Saisonkarte 8 Kr.; Saisonkarte für Kinder 5 Kr.: Bekleitkarte 4 Kr.; Einzelkarte 0,30 Kr. Keine Einschreibgebühr, keine erhöhten Sonntagspreise. Anmeldungen und Auskünfte: im Turnsaal, Hybernergasse, und schriftlich bei Herrn Max Hoffmann, Wiener Bankverein, Graben. Der Sommerturnplatz, der mit einem Aufwande von ca. 700 Kr. Wer Verein hat keine Gönner) instand gesetzt worden war, hat sich in Jeder Hinsicht bewährt. Er hat belebend auf den Turnbetrieb gewirkt, viele neue Mitglieder, u. a. auch mehrere aus dem deutsch-liberalen Turnverein, wurden