Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Journal
- Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Volume
- 14 (1913)
- Issue
- 8 (Dezember 1913)
- Date
- 1913-12-01
- Page
- Seite 243 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 8 243 Tschechen perfekt ist und die Juden nicht mehr in dem Maße als „Summand in der politischen Ziffernschlacht“ in Betracht kommen, wie früher. Im Aufblühen sei unsere Turnbewegung in Ungarn sowie in Bosnien und der Herzegowina. Schließlich hob der Bericht, hervor, daß das nationale Bekenntnis der Turner nicht genüge, sondern durch Vertiefung der Mitglieder in allen nationalen Fragen und Informationen über alle Erscheinungen unseres verjüngten Lebens wach erhalten werden müsse. (Lebhafter Beifall.) Der Kreisturntag beschloß auf Grund eines Referates des Herrn Dr. Stern die obligatorische Einführung der hebräischen Kommando- Sprache, sowie die Abänderung der Vereinsnamen in „M akkabi- Verein e“. An die zweitägigen Verhandlungen schloß sich ein Propaganda-Meeting. Die Herren Dr. Sonnenfeld und Taglicht sprachen über die Aufgaben der Jüdischen Turnerschaft, Herr Friedmann referierte über „die Juden in der Athletik“ (ein historischer Rückblick und eine Behandlung der günstigen Entwicklungsmöglichkeiten in diesem Sportzweige), Herr Ullmann hielt ein eingehendes Referat über: „Turnen und Sport“ und Herr Schick berichtete über den Jugend-Wanderbund. Anläßlich der Tagung fand ein Schauturnen des Jüdischen Turnvereins »Fünfhaus“ in den Katharinen-Sälen statt, ein Fußball-Match auf der »Hohen Warte“, bei welchem unsere „Hakoah“ die „Südmark“ schlug (Resultat 3:0), und ein geselliger Tee-Abend in den Räumen des Ersten Wiener Jüdischen Turnvereins. Berichte. »Der Jüdische Turnverein Bar Kochba in Berlin, der jetzt 16 Turnend Sport-Abteilungen mit £a. 750 Mitgliedern zählt, erstrebt die Erziehung der Jüdischen Jugend Berlins zu kraftvollen, selbstbewußten Menschen. Unsere bisherigen Erfolge haben viel zu der stetig wachsenden Achtung vor dem sportlichen Können der Juden beigetragen. Ein großer Eut eingerichteter Sportplatz soll der gesamten jüdischen Jugend Berlins die Möglichkeit einer weiteren, zielbewußten Ausbildung gewähren. Der Reinertrag dieses Festes wird für die Errichtung eines jüdischen Sportplatzes verwendet.“ Mit diesen Worten lud der Bar Kochba zur diesjährigen Makkabäerleier am 27. Dezember ein. Programm: I. Offizieller Teil: Ansprache Dr. Theodor Zlocisti, Turnerische Vorführungen, Vorführungen der Fechtriege, Rezitation: Lia Rosen vom Deutschen Theater, Jüdische Volkslieder: Konzertsänger Leo Gollanln, Marmor-Gruppen, gestellt vom Kunstmaler Hermann Struck. II. Ball. Hl. Literarische Gesangsfreiübungen, Leitung Dr. S. Hildesheimer. Tombola. Hauptgewinn: eine Freikarte nach Palästina (Triest—Jaffa—Triest) I. Klasse, Eestiftet vom Oesterreichischen Lloyd, Triest. Jüdischer Ruderclub „Ivrla“, Berlin. Die Winterarbeit, insbesondere aber deren sportlicher Teil, wird in diesem Jahre noch fleißiger als früher betrieben, da die jüdische Regatta des Jahres 1914, nunmehr schon die dritte, größere Anforderungen als je zuvor an den Club stellen wird. Gesellige Veranstaltungen finden in jeder zweiten Woche statt, geturnt und Leichtathletik getrieben wird Jeden Donnerstag von ^9—10 Uhr abends in der Turnhalle zu Charlottenburg, Pestalozzistraße 89 (Bhf. Savigny- Platz) und den Bassinruderübungen ist der Montag Abend gewidmet. Hier