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Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport · 1913-12-01 · 8 (Dezember 1913) · p. Seite 241

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Journal
Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
Volume
14 (1913)
Issue
8 (Dezember 1913)
Date
1913-12-01
Page
Seite 241 (sequence 7)
Language
German
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No. 8 241 schränken, nicht gar zu viel auf dem Gebiet der Festlichkeiten zu leisten, wird dieser Beitrag kaum für jemanden ein Hindernis sein. Auf diese Weise käme endlich einmal die Jüdische Turnerschaft auch vor die Oeffentlichkeit und erweist als solche vor der Oeffentlichkeit die Bedeutung, die sie auf Grund ihres Mitgliederbestandes beanspruchen darf. Diese Vorschläge können nur für den deutschen Kreis, bezw. in ähnlicher Ausführung für die anderen Kreise Geltung haben1. Der allgemeine Jüdische Turntag, der satzungsgemäß alle 2—3 Jahre stattfinden soll, würde am besten den allge- ^•nen Zionisten-Kongressen vorangehen und sie mit dem Schauturnen, bezw. emem Sportfest einweihen oder — was vielleicht günstiger wäre — im Anschluß an die Zionisten-Kongresse gelegt werden/ Bei dieser Gelegenheit kommen sowieso Juden aller Länder zusammen und es erscheint mir obendrein auch die einzige Gelegenheit, bei der ein wirklicher Turntag, wie er mir vorschwebt, stattfinden kann. Von einer anschließenden Turnfahrt verspreche ich mir eine innigere Fühlungnahme zwischen den einzelnen Mitgliedern der Vereine, die mir im Interesse der Vereine, wie überhaupt unserer ganzen Bewegung, dringend notwendig erscheint. Zur Durchführung derartiger Pläne gehört eine finanzielle Bereitschaft, die — soweit ich es übersehen kann -rzur Zeit jedenfalls noch nicht bei öen einzelnen Vereinen und damit auch leider bei der Turnerschaft nicht nesteht. Ich folge einem mir wiederholt ausgesprochenen Wunsche, wenn ■ph in kurzen Zügen die Wege darlegen will, auf denen eine sichere finanzielle Grundlage bei den einzelnen Vereinen erreicht werden kann und die ln Hamburg wenigstens zu einem teilweisen Erfolg geführt haben: . Zunächst muß der Kassenwart es als seine wichtigste Pflicht betrachten, einen regelrechten Etat aufzustellen und mit .allem Nachdruck gegenüber den begeisterten und daher leicht zu Ausgaben neigenden anderen Vorstandsmitgliedern darauf bestehen, daß die Ausgaben des Vereins sich nach dessen Einnahmen richten. Es ist verkehrt, die Einnahmen nach erfolgten Ausgaben zurechtzustutzen, bezw. sich für die laufenden Ausgaben des Vereins auf Deckung durch Schhorrerei zu verlassen. Dagegen ist selbstverständlich nichts einzuwenden, daß für besondere Zwecke, wie Errichtung eines Sportplatzes, Anschaffung von Booten oder dergl., auch Außenstehende herangezogen werden. Dann darf der Kassenwart nicht mit falschen Rücksichten arbeiten. Die Beiträge sind ohne alle Sentimentalitäten 'P't aller Energie einzuziehen. Das mag dem Verein vielleicht beim Beginn dieser schärferen Periode Mitglieder kosten, es macht ihn aber inner- 'cn gesund. In Hamburg sind die Beiträge an jedem Vierteljahrsersten fällig. £um Beginn des 2. Quartalsmonats erhalten die Mitglieder eine schriftliche Zahlungsaufforderung mit der gleichzeitigen Benachrichtigung, daß die Einziehung des Beitrages durch Postnachnahme auf Kosten des betr. Mitgliedes erfolgen wird, falls der Beitrag nicht bis zum 20. herein ist. Wir laben leider immer noch eine ganze Menge Nachnahmen herauszusenden, von denen auch immer noch einige wenige uneingelöst zurückkommen, G*e Rückständigen erhalten zu Beginn des neuen Vierteljahrs eine letzte Mahnung mit der gleichzeitigen Mitteilung .ihres Ausschlusses, falls nun- Mehr nicht umgehend Zahlung erfolgt. Dieses System sieht rigoros aus, ist aber in der praktischen Handhabung, wenigstens jetzt» nachdem es iVz Jahre durchgeführt ist, um so 'veniger bedenklich, als der Vorstand immer , auf, einen diesbezüglichen Wunsch die Beiträge stundet, bezw. auch ganz erläßt. Durch Rieses System sind wir in der Lage, unseren finanziellen Verpflichtungen prompt nachzu- °inmen und — worauf wir besonderen Wert legen (wir auch!! d, Red.) —

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