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Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport · 1913-10-01 · 7 (Oktober/November 1913) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
Volume
14 (1913)
Issue
7 (Oktober/November 1913)
Date
1913-10-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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Sädifdie Monatshefte für Curnen und Sport Organ der JQdiEdinationalen Jugendbewegung ßerausgegeben von der „Südlichen Curnerichaff“ XIV- 3ahrg. ßeft 7 Berlin W. lirnBieliitreustr. 85 Ofet./IlOPbr. 1913 Nachdruck der nachfolgenden Originalaufsätze Alls Sendungen tu die Zentrele I ist nur mit genauer Quellenangabe gestattet. Feraspr.: Steinplatz 8381. Unser Turnfest vor dem XI. Zionistenkongreß in Wien. Von Dr. Siegmund Werner -Iglau. Der XI. Zionistenkongreß wird allen Teilnehmern eine bleibende Erinnerung werden, weil er wohl für alle ein tiefes Erlebnis war. Das darf ich behaupten; denn ich habe bis auf wenige alle Kongresse unter Herzt gesehen und trotzdem hat mich der XI. Zionistenkongreß mächtig ergriffen. Keine von den Veranstaltungen des Kongresses scheint mir aber so sehr aufs innigste mit dem beseligenden Gedanken des neuen Erwachens und Erstarkens unseres Volkes verknüpft, ja geradezu sein Ausdruck zu sein, als das Jüdische Turn- und Sportfest auf der „Hohen Warte“. Wundervoll ist die natürliche Lage der schönen Kaiserstadt an der Donau, nirgends wundervoller als dort, wo sie sich sanft an die Hänge des Kahlenbergs anschmiegt. Das Großstädtische ist völlig verschwunden. In dem weichen, warmen Grün der Landschaft liegen weiße Villen mit blühenden Gärten, darunter manches Besitztum alter Patrizierfamilien, das in Haus und Garten die ganze stille Feinheit einer alten bis ins innerste Wesen eingedrungenen hohen Kultur zeigt. In diesem prächtig schönen Rahmen liegt auch der schönste SpoftiHatz Wiens, die Hohe Warte. Und gerade der war zum Schauplatz des Turn- und Sportfestes ausersehen. Wenn es noch eine Steigerung des Eindruckes geben konnte, den ein festliches Schauspiel auf diesem schon von der Natur überaus bevorzugten Platze machen mußte, so konnte sie nur durch einen besonders schönen, sonnenwarmen und windstillen Tag geschehen. Daß der Jüdischen Turnerschaft auch noch ein solcher Tag beschieden war, das mag sie als ein besonders schönes Geschenk des Himmels in dankbarer Erinnerung bewahren. Das aber war sicherlich auch dem Massenbesuch günstig, den das Turnfest veranlaßte. Lange vor Beginn des Festes war der kolossale Platz von dichten Menschenmassen umsäumt, waren alle Sitze besetzt und fortwährend strömten Hunderte und Ahgfhunderte heran, die ebenfalls Zuschauer dieser großen Feier ernster jüdischer Turnarbeit und unverdrossenen Strebens nach körperlicher Kräftigung und Vollendung sein wollten. Vergeblich wiesen Ordner und Polizei auf die noch vor dem eigentlichen Beginn geschlossenen Kassen, vergebens zeigten sie auf den dichten oft bis zwanzig Menschen

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