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Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport · 1913-06-01 · 5 (Juni/Juli 1913) · p. Seite 163

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Journal
Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
Volume
14 (1913)
Issue
5 (Juni/Juli 1913)
Date
1913-06-01
Page
Seite 163 (sequence 29)
Language
German
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No. 5 163 Aus den Kreisen. Deutscher Kreis. Berlin. J. T. V. Bar Kochba. Staiettenlauf „Potsdam—Berlin“. Viele von uns scheinen mit dem erreichten 15. Platz unter 57 Mannschaften überaus zufrieden zu sein. Nicht nur nach den Trainingszeiten, sondern auch nach dem Aufschwung der Sport-Abteilung im letzten Winter hatten wir mehr erwartet. Unsere Zeit ist gegen das Vorjahr um 16 Sekunden schlechter geworden, während die anderen Vereine wegen des schlechten Weges im Grunewald im Durchschnitt etwa 1 Minute mehr brauchten als 1912. Die relative Verbesserung beträgt also etwa 40 Sekunden. Ohne Zweifel hätte d-r Aufschwung des Sportes in unseren Reihen einen namhafteren Ausdruck gefunden, wenn wir rechtzeitiger mit dem Training begonnen hätten. So mußten die längeren Strecken von 800 Meter teilweise von untrainierten oder mittelmäßigen Läufern besetzt werden. Qerade diese Strecken sind unsere Schwäche. Jedesmal sind wir bis jetzt im Qrunewald weit zurückgefallen, um später wieder einzuholen. Es muß uns gelingen, bessere Mitteldistanzen aufzustellen. Im allgemeinen laufen die guten 400 Meter-Läufer auch 800 Meter ganz annehmbar. Man findet aber gerade bei uns eine Scheu vor den 800 Metern, weil einige naive Rechenkünstler anscheinend glauben, daß 800 Meter doppelt so schwierig wie 400 Meter zu laufen sind. Die Erfolge dßs B. Sp.-C. sollte uns zeigen, was sachverständiges Training und wirkm Cr sportlicher Geist zu erreichen vermögen. Solange die Hälfte unserer Mannschaft fast untrainiert oder übertrainiert ins Rennen geht, Werden wii Zusehen müssen, wie z. B. 4 Mannschaften eines Vereins vor uns eintreffen, d; h. daß mindestens 150 Läufer eines Vereins besser als unsere Mannschaft sind. Man beginnt eben nicht 14 Tage vorher mit dem Training, sondern Potsdam—Berlin ist die Quittung für das leichtathletische Training des ganzen Jahres. Ganz besonders wichtig ist aber, daß alle unsere guten Läufer die mittleren Distanzen von 800 Meter an trainieren. Es soll mit diesen Worten keineswegs der erreichte Erfolg kleiner gemacht werden, wir können mit einem gewissen Stolze auf unsere Leistungen blicken. Wir haben eine Reihe von Turnvereinen, die bedeutend größer als wir sind, w^it hinter uns gelassen, und rangieren in der Sonderkonkurrenz um den ”Trost“-Preis an zweiter Stelle. Wir wollen hoffen, daß im nächsten Jahre der „Trostpreis“ von uns gewonnen wird. An der Weihe des Deutschen Stadions in Anwesenheit des Kaisers Beteiligten wir uns mit 50 Mann und einer Jugendriege. die Vnsere S p o r t a b t e i 1 u n g hat die zahlreichen Akademiker, demn zu ^reö Mitgliedern zählen, zu einer besonderen Aka- StudSC"en Abteilung zusammengeschlossen. Durch diese Gründung soll den deJre~ er! die Möglichkeit gegeben werden, auch im Laufe des Nachmittags g Ira>ning obzuliegen und insbesondere in den Reihen ihrer jüdischen Abt '°nen ^en sPortüohen Gedanken zu werben. Die Akademische § Ung tre‘bt unter Vermeidung jeden akademischen Zwanges in den üb,, mersemestern die Zweige der Leichtathletik (Laufen, Srung- und Wurf- T 'n'8en _ur>d Schwimmen), in den Wintersemestern Hockey, Fußball, Boxe« an en’ lohten und Ringen. Anfragen und Anmeldungen wolle man richten and. med. Arthur Löwenstein, Charlottenburg, Kantstr. 38. ein fn®®*c*lzeltig richtet der Verein eine JugendrSportabteilung und i c^dler von 14—18 Jahren. Diese Abteilung wird Hockey, Fußball d'»n u eic*)tathletik betreiben. Die technische Leitung der Abteilung wird in oewührten Händen des Herrn Landsberger ruhen.

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