Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Journal
- Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Volume
- 14 (1913)
- Issue
- 3 (April 1913)
- Date
- 1913-04-01
- Page
- Seite 101 (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 79% known words query
- IRI
…/6492379-5965024-5965354--119-4922308- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
No. 3 101 3. Zugstemme zum Stütz, Ueberdrehen vorwärts zum Sturzhang, Senken rückwärts zur Hangwaage, Niedersprung. 4. Zugstemme zum Stütz, Ueberdrehen vorwärts zum Sturzhang, Senken rückwärts zur Hangwaage, Niedersprung. 5. Ueberdrehen zur Hangwaage, Drehen zur Hangwaage am linken Arm, Aufstemmen rechts, Aufstemmen links zum Streckstütz, mit gebeugten Hüften und gegrätschten Beinen, Stemmen zum Haudstehen mit Anlegen der Beine an den Seilen, Beugen der Arme und Ueberdrehen vorwärts zum Streckhang mit Vorhebehalte der Beine, Niedersprung. 0. Zugstemmen zum Streckstiitz, mit gebeugten Hüften Stemmen zum freien Handstand, Senken durch die freie Stützwaage zur Hangwaage rücklings (zwei Zeiten halten), mit gebeugten Hüften Ueberdrehen vorwärts zum Streckhang, Salto rückwärts mit gegrätschten Beinen ab. Reck (schulterhoch). Hebungen für die Oberstufe. Vorturner Ignatz Wohl, Posen. 1. Aus dem Hangstande vorlings, Vorschwingen der Beine, Anristen, Kippe in den Stütz und sofort Hocke in den Seitstand rücklings. 2. Wie Uebung 1, nach der Kippe in den Stütz, Ueberhocken zum Stütz rücklings, Felge rückwärts vorlings, Niede/sprung in den Seitstand vorlings. 3. Wie Uebung 2, nach der Felge rückwärts, Senken zum Abhang, Zurückhocken, Kippe und sofort Grätsche in den Seitstand rücklings. 4. Wie Uebung 3, nach der ersten Kippe in den Stütz, Grätsche zum Stütz rücklings, Felge rückwärts vorlings, Zurückhocken und Kippen in das Handstehen, Abhocken in den Seitstand rücklings. 5. Aus dem Seitstande vorlings, Kippe mit Kammgriff, Ueberhocken in den Stütz rücklings, Felge vorlings vorwärts, Senken, zum Abhang Zurückhocken, Kippe und hohe Wende in den Guerstand seitlings. Weitere Lektionen im Maiheft. Bilder vom Frauenturnen. Kaum ein Menschenalter ist es her, seit die Turnvereine zögernd an Jye Gründung von Frauenabteilungen gingen. Man steckte damals noch hef in dem Vorurteil, das „schwache“ Geschlecht gehöre nicht auf (jie. rauhen Küststätten von Kraft und Gesundheit. Darum begnügte man sich Jahre hindurch mit minderwertigen Freiübungen, gefälligen Tanzschritten und endlosen Reigenübungen. Erst im letzten Dezennium ist ein neuer kräftiger Zug ln das Frauenturnen hineingekommen, nachdem draußen im Leben die Frau auf fast allen Gebieten tapfer dem Manne gefolgt war. So wurden fast sämtliche passenden Gerätübungen des Männerturnens aufgenommen und, als bedeutsame Erweiterung, anstrengende Rumpfübungen dem schwedischen I Urnen entlehnt. Verschwunden sind die langen Röcke und Stöckelschuhe rer »tanzenden“ Turnerin; Hosen, Turnschuhe und Blusen bilden heute auch H1 den konservativsten Vereinigungen die vorgeschriebene Turnkleidung. 5* Kilt nicht mehr als unweiblich, kühne Schwünge an Barren, Reck und R'ngen, Sprünge über Pferd und Bock in echter Turnerlust zu wagen, fi'auenturnwarte sind in besonderen Lehrgängen ausgebildet worden, Vorturnerinnen walten ihres Amtes und selbst verheiratete Frauen vereinigen sich zu besonderen Riegen, die aber nicht als „Altersriegen“ bezeichnet ~erden. Nach einer Statistik turnten am 1. Januar 1912 in der Deutschen 1 urnerschaft über 03 001) Turnerinnen. Schon jetzt gibt es Vereine, deren