Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Journal
- Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Volume
- 14 (1913)
- Issue
- 3 (April 1913)
- Date
- 1913-04-01
- Page
- Seite 93 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 3 93 keit unsererseits, und es könnte nichts schaden, wenn die Vereine dies mehr als bisher berücksichtigten. Wir haben eine Aktion, zunächst im bescheidenen Maßstabe, zwecks Erlangung von' Fördererbeiträgen unternommen, und damit auch nicht unbefriedigende Resultate erzielt. Wir sind absichtlich mit dieser Aktion noch nicht an die Vereine herangetreten, weil wir den Eindruck hatten, daß sie Zum mindesten teilweise einer Konsolidierung bedurften, die wir nicht stören wollten. Immerhin sollte die energische Propaganda für den Fördererfonds eine der Hauptaufgaben der Vereine in der nächsten Zeit bilden. Unsere Einnahmen im Berichtsjahre betrugen 667,60 M. denen Ausgaben in Höhe von 397,85 M. gegenüberstehen. Dazu kommen dann die Kosten des Kreisturntages, die unseren Kassenbestand aufzehren werden. Diese kleinen Zahlen beweisen schon, wie sehr wir durch den schleppenden oder mangelnden Eingang der Beiträge in unserer Arbeit gehemmt waren. Wie groß die Rückstände tatsächlich sind, läßt sich leider genau nicht feststellen, da wir trotz wiederholter Anmahnungen eine genaue Statistik von den Vereinen nicht bekommen konnten. Immerhin dürfte gering gerechnet der auf uns entfallende Beitrag an rückständigen Beiträgen ca. 400 M. ausmachen. Der Vorstand des Deutschen Kreises hat im Laufe des Jahres verschiedene Veränderungen erfahren. Der gewählte erste Vorsitzende Herr Dörnberg schied aus, und Herr Rosenblüth sah sich infolge Ueberastung genötigt, vom Vorstande zurückzutreten, blieb aber auch nachdem noch mit uns in ständiger Fühlung. Wir ergänzten den Vorstand durch Kooption der Herren Dr. Hirsch, Wagner und Dr. W o 11 s t e i n. Das Amt des ersten Vorsitzenden übernahm neuerdings Herr Burin, nachdem Herr Berger zeitweilig die Funktionen des I. Vorsitzenden ausgeübt hatte. So schließen wir das erste Jahr des Deutschen Kreises der Jüdischen 1 urnerschaft. In kleinem Rahmen verlief noch unsere Tätigkeit. Noch sind 6s erst wenige tausend junger jüdischer Männer, die sich in unseren Reihen vereinigt haben. Aber die Arbeit, die geleistet wurde, ist nicht belanglos. Sie erschöpfte sich nicht in Reden und sie war nicht gekennzeichnet ou^ch Diskussionen, aber sie war eine Arbeit, die im besten Sinne des Wortes am Körper des jüdischen Volkes geleistet wurde. An seiner Gesundung, an seiner Ertüchtigung haben wir mitgeschaffen, und es scheint uns licht, daß unser Mühen vergeblich war. Abraham. Berger. Burin. Dr. Hirsch. Wagner. Dr. Wolff. Dr. Wollstein. Vereinsberichte. ■ T.-V. Bar Kochba, Berlin (Sportabteilung). Zu dem Grunewald- »ufen (ca. 7 km) des V. B. A. V. am 30. März hatten wir drei Mannschaften gemeldet, eine Rennmannschaft (Kupperstein, Ahron, Raczkowski, Rose, aro, Reich, Salzmann, Haase.) und zwei Propagandamannschaften. Unsere Mannschaft belegte den 21. Platz unter ca. 50 Rennmannschaften. Das Re- “Rat jst, wenn man ^je mangelnde Rennerfahrung mit in Betracht zieht, mlich gut zu nennen. Es fehlte das Haupterfordernis des Mannschaftsufens, die gegenseitige Unterstützung; auch hätte ein stärkeres und "igeres Training zu einem besseren Resultat verholfen. Man scheint die Bedeutung dieser Veranstaltung, die neben P o t.s - .a ® ‘Berlin die größte im Berliner Sportleben ist, im Bar Kochba noch cht richtig erkannt zu haben. Das sah man auch daran, daß unter den äusenden von Zuschauern knapp ein Dutzend Bar Kochbaner waren.