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Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport · 1913-03-01 · 2 (März 1913) · p. Seite 56

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Journal
Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
Volume
14 (1913)
Issue
2 (März 1913)
Date
1913-03-01
Page
Seite 56 (sequence 22)
Language
German
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welcher bald die fröhlichste Stimmung hervorbrachte, hielt Jung und Alt bis in die Morgenstunden zusammen. ». S. Hamburg. J. T. V. Bar Kochba. Am 27. Januar fand die ordentliche Generalversamlung des jüdischen Turnvereins „Bar Kochba, Hamburg“ statt. Der erste Vorsitzende, Herr Dr. Weigert, gab zunächst einen kurzen Bericht über die Entwicklung des Vereins im vergangenen Jahre. Der Mitgliederbestand von 570 Mitgliedern weist.gegenüber dem des Vorjahres (525) scheinbar eine nur unbeträchtliche Verschiebung auf. Tatsächlich hat der Verein eine große Anzahl neuer Mitglieder gewonnen, nur sind in erster Linie durch die straffere Handhabung der Kassenführung eine nicht unbeträchtliche Anzahl von Mitgliedern ausgeschieden, die nicht bereit waren, ihren Pflichten nachzukommen. In sechs Fällen war der Vorstand genötigt, den Ausschluß von Mitgliedern zu beschließen. Für die Damenabteilung waren zwei Turnabende eingerichtet. Das Ausscheiden von Frl. Burchard, die seit dem Bestehen des Vereins die Damenabteilung in vorbildlicher Weise geleitet hatte, bedingte die Anstellung einer Turnlehrerin. Die Herrenabteilung wird nach wie vor von unserem bewährten Herrn Rechtem geleitet, dem auch die beiden Knabenabteilungen unterstehen. Die jüngere Mädchenabteilung leitet Frl. Katzenstein, während die ältere von Frl. Burchard übernommen worden ist. Die gegen Ende 1911 begründete Fußballabteilung hat sich kräftig entwickelt. Es gehören ihr zurzeit einige dreißig Mitglieder an. Als ein besonderer Erfolg ist es zu bezeichnen, daß dieselbe die Spielerlaubnis im Verbände Deutscher Fußballvereine erhalten hat. Es ist ihr dadurch möglich, bei ihren Wettspielen auf stärkere Gegner zu stoßen, wobei es sich herausgestellt hat, daß sie zunächst ihre Kräfte beträchtlich unterschätzte. Bei Gelegenheit des Jüdischen Turntages im Mai spielte sie gegen die Fußballabteilung des Bar Kochba, Berlin, die sich zu Weihnachten zu einem Revanchewettspiel in Hamburg einfand.. Den tatkräftigen Bemühungen des Herrn Dipl.-Ing. Löwy gelang es, eine Ruderabteilung ins Leben zu rufen; dank der Unterstützung zahlreicher Freunde war die Anschaffung zweier Boote, Bar Kochba und Makkabbi, möglich. Zur Einweihung des zweiten Bootes konnten wir die Mitglieder eines Berliner Brudervereins begrüßen, die den größten Teil des Weges von Berlin nach Hamburg in ihren Booten zurückgelegt hatten. Unser Schauturnen im Mai bewies der Oeffentlichkeit die Vervollkommnung unserer turnerischen Leistungen. Der engere Zusammenschluß der Vorturnerschaft zeigte, daß wir weiter schreiten. Zu Beginn dieses Jahres ist eine neue Abteilung gegründet worden, die die turnerische Ausbildung von schwächlichen und nicht ganz gerade gewachsenen jüdischen Kindern durchführen soll. Wie in den Vorjahren ließen wir auch während der Sommerferien den in der Ferienkolonie „Niendorf“ weilenden Kindern Turnunterricht erteilen. Der Versuch, einen Zusammenschluß mit dem Jüdischen Turnverein von 1902 zu erreichen, mißlang leider, obwohl wir zu beträchtlichen Zugeständnissen auch in materieller Beziehung geneigt waren. Wir müssen das umsomehr bedauern, als wir die Existenzberechtigung zweier jüdischer Turnvereine nicht anzuerkennen vermögen. Ebenso mißlangen leider unsere Bemühungen, die Kinder des Knabenhortes turnerisch ausbilden zu lassen, und zwar auf den unberechtigten Widerspruch eines Vorstandsmitgliedes hin, das, ohne sich der Mühe einer Nachprüfung zu unterziehen, unseren Verein für einen rein zionistischen erklärte. Die Ausbildung unserer Mitglieder in der Leichtathletik ließ viel zu wünschen übrig. Wir litten unter dem Mangel eines geeigneten Sportplatzes. Der uns während zweier Monate zur Verfügung stehende reichte für unsere

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