Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Journal
- Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Volume
- 14 (1913)
- Issue
- 1 (Januar/Februar 1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 25 (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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25 No. 1 cand. med. Otto Oersuny einen Vortrag über den „Einfluß des Alkohols auf den menschlichen Organismus“. Am 26. Januar veranstalteten wir einen t'ive'o clok tea, welcher nebst den allwöchentlich stattfindenden Ausflügen zur Hebung der Geselligkeit beitrug. Wien. J. T. V. Favoriten. Schauturnen. Am 28. Dezember veranstaltete der J. T. V. F. im Verbandsheim sein II. Schauturnen, das in jeder Beziehung einen vollen Erfolg hatte. Das mannigfache und reichhaltige Programm zeigte den zahlreich erschienenen Zuschauern, daß im Verein ernste turnerische Arbeit geleistet wird. Zuerst trat die Herrenabteilung zu den Freiübungen an. Wenn der sorgsamkritische Beobachter da auch sehen konnte, daß bis vor 3 Wochen noch zu den Freiübungen des Kreisschauturnens geübt werden mußte, so machten doch die gut erdachten, kraftvollen Stellungen den besten Eindruck. Die Keulenübungen der Damen- Abteilung, die trotz der schwierigen Handkreise mit großer Sicherheit und Präzision überaus gefällig durchgeführt wurden, konnten der ernstesten Kritik standhalten und verdienten den ihnen gespendeten reichen Beifall im 'ollsten Maße. Ein Bild entzückender Lieblichkeit aber bot die Kinder- Abteilung, die nach einem reizenden Aufmarsch ihre gefälligen Uebungen vorführte. Das folgende Geräteturnen zeigte schöne Leistungen. Die Herren turnten Reck, Barren und Pferd seit und zeigten auf allen Geräten gleichmäßig schönes Können. Die Damenabteilung turnte Pferd seit, Spreiz- und Sprungübungen und erntete für die in guter Haltung durchgeführten Uebungen lebhafte Anerkennung. Zum Schluß kam die noch nicht ganz ein Jahr bestehende Zöglings-Abteilung zu Wort: Bock- und Gewehrsprung. Die vorzüglichen Leistungen derselben berechtigen zu den schönsten Hoffnungen. Der Turnleiter unseres Vereins, Herr cand. med. Adolf Taglicht, auf dessen Verdienst in erster Linie der Eriolg zuriickzufiihren ist, kann mit Befriedigung und Stolz auf seine bisherigen Arbeiten zurückblicken. Die Anerkennung hierfür kann ihm niemand versagen. E. B.