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Jüdische Turnzeitung · 1912-07-01 · 7/8 (7.1912) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
13 (1912)
Issue
7/8 (7.1912)
Date
1912-07-01
Page
[Seite] (sequence 29)
Language
German
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No. 7-8 165 500-Meter-Mann lief seine Strecke in 84 Sekunden (gegen 88 Sekunden im Vorjahre). Die Ursache dieser bedeutend besseren Leistung liegt vor allem in dem besseren diesjährigen Läufermaterial. Die Anerkennung, die wir in weiten Sportkreisen fanden, und die ajjgh tif den maßgebendsten Sportzeitungen zum Ausdruck gelangte, spörnt uns zu rastlosem Vorwärtsstreben an. Organisatorisch beginnt die Sportabteiiung sich in den gegebenen Grenzen auszubauen. Die uns vom Vereinsvorstande zugebilligte finanzielle Selbständigkeit wird es uns ermöglichen, den Sportbetrieb so zu gestalten, wie er in den maßgebenden Klubs «blich ist und zu deren Erfolgen fuhrt. Eine straffere Organisation insbesondere der Mannschaften zwecks strenger Disziplin erscheint auch bei uns geboten und wird demnächst durchgeführt werden. Nach außen hin suchen wir naturlich ein sportliches Auftreten bei Veranstaltungen zu ermöglichen. Wir haben auch bereits an einem öffentlichen Meeting teilgenommen, bei welchem es unserem Mitglied stud. iur. Fritz Asch gelang, den zweiten Preis zu erringen. Von den übrigen Teilnehmern konnte sich nur stud. med. Ä. Löwenstein für den 100-Meter- Endlauf qualifizieren, in dem er aber unterlag. Die olympische Stafette, die, wenn sie in erster Besetzung angetreten wftrer*sicher den ersten Platz errungen hätte, wurde vierte unter elf. Es seien hier noch kurz die Resultate des am 21. Juli veranstalteten, aber nur unter geringer Beteiligung stattgefundenen Vormlttagsmeltihgs bekanntgegeben: 100-Meter-Vorgabelaufe«: 1. ItutSinski (3 m Vorgabe) 12 Sekunden, 2. Löwenthal (1 m), 3.,i»t. LöWenstein (Ö m). 800-Meter-Malläufen: 1. 8. Caro, 2 Minuten 28 Sekunden, 2. Rose. 3000-Meter-Mallaufen: 1. Kupperstein, 10 Minuten 56 Sek., 2. Caro. Hochsprung: 1. W. Lewin (1,55 m), 2. M. Löwenthal. Speerwerfen: 1. Schließenberg (32,10 m), 2. S. Caro. Wir wollen auch hier erwähnen, daß wir am 8. September ein öffentliches Meeting veranstalten. Wir hoffen, unsere Sache durch planmäßiges Arbeiten weiter vorwärts zu bringen und werden wohl auch in diesem Sommer noch manches erreichen. Wir sind uns bewußt, daß wir die alten Vorurteile über die Physische Minderwertigkeit der jüdischen Rasse sowohl bei Juden als auch bei den andern durch die Tat hinwegzuräumen haben und wollen, indem wir zurückblicken, Kraft sammeln zu neuem Schaffen. SpA Schauturnen — Sportfeste» Jüdisches Schauturnen in Hamburg. Nach langwöchiger Vorbereitung fand am Himmelfahrtstage das erste Schauturnen des J. T. V. Bar Kochba statt. Eine derart stattliche Anzahl von Besuchern war erschienen, daß die große Turnhalle des Eimsbütteler Turn Verbandes — 4ie grö&te Hamburgs — kaum alle unsere Qäste *u fassen imstande war. Zudem war die Beteiligung der Turner derart, daß besonders bei den Freiübungen der Raum au eng wurde. Pünktlich um ity Wt ntorschierteti zirka 300 Turner und Turnerinnen, das Lied „Wohlan, laßt (las Sinnen und Sorgen" singend, in die Turnhalle ein. Nach einigen MarscljübuniEeti wurde'die Aufstellung zu den Freiübungen genommen, die. unterstem Kommando unseres Turnlehrers Herrn Rechtern ausgeführt, tadellos klappten. An die Freiübungen schloß sich das Riegenturnen der Djamen ontf Mädchen an. Das bunte Bild fand bei unseren Oästen reichen Beifall. Nach einer Viertelstunde wurden die Damen durch die Herren und Knaben abgelöst. Anschließend führte unter Leitung von Fräulein

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