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Jüdische Turnzeitung · 1912-07-01 · 7/8 (7.1912) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
13 (1912)
Issue
7/8 (7.1912)
Date
1912-07-01
Page
[Seite] (sequence 18)
Language
German
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154 No. 7-8 ausgezeichneten Diskussionen jedermann viel Interessantes und Anregendes. Recht erfreulich war die Debatte und Beschlußfassung in der Frage der Jugendpropaganda. Es wurde folgende vom Zentralkomitee vorgeschlagene Resolution angenommen: Der Delegiertentag ist der Ansicht, daß die systematische körperliche Ausbildung der Juden für die Erhaltung des Judentums und für die Stärkung des Jüdischen Volksbewußtseins von hoher Bedeutung ist. Der Delegiertentag erkennt daher die nationaljttdischen Turn- und Sportvereine, deren Programm neben der Pflege von Turnen und Sport auch die Veranstaltung von Vortragsabenden, jüdischen Oeschichts- und hebräischen Sprachkursen darstellt, als wesentliche Bestandteile der nationaljüdlschcn Bewegung an. — Er sieht in ihnen zugleich das beste Mittel, um die Jugend zur Liebe zum Judentum und zur lebendigen Anteilnahme an den Ideen der jüdischen Renaissance zu erziehen, weil nur solche Jugendvereine imstande sind, erzieherisch zu wirken, die ihre Mitglieder zur aktiven Betätigung innerhalb des Vereins heranziehen und dadurch ein dauerndes inneres Interesse an den Tendenzen des Vereins erwecken. Allen jungen Zionisten wird die aktive Anteilnahme an der nationaljttdischen Turnbewegung, allen älteren Zionisten ihre ideelle und materielle Förderung zur Pflicht gemacht. Wir sind überzeugt, daß diese Sätze nicht nur auf dem Papier stehen werden, wenn unsere zionistischen Turnbrilder ihre Gesinnungsgenossen zur Pflichterfüllung ermahnen. STD Berichte.*) An unsere Damenabteilungen! Der letzte Turntag bewies uns, wie weit wir im Geräteturnen hinter den Herren zurückstehen. Natürlich kann man nicht verlangen, daß die Damen dieselben schwierigen Uebungen ausführen sollen wie unsere Herrenabteilungen, aber an was es uns namentlich fehlt, das ist die Energie. Wir müssen mit vollem Ernst an das Turnen herantreten und nicht nur mechanisch stets dieselben Uebungen vollführen, wir müssen unseren Ehrgeiz daran setzen, die Uebungen uns anzueignen, die Damen außerhalb unseres Vereins auszuüben imstande sind. Wenn wir in den Damenabteilungen des Bar-Kochba Umschau nach wirklich tüchtigen Turnerinnen halten, so müssen wir leider ganz offen bekennen, daß es unter den ungefähr 80 Damen nur höchstens 15 Damen sind, die exakt turnen. Das darf nicht sein; wir jüdischen Turnerinnen müssen sagen können, unsere Frauenabteilungen können sich mit denen anderer Vereine messen. Es liegt eben jeder Turnerin ob, mit Eifer und Ausdauer zu turnen und zu beweisen, daß sie ihre Uebungen sehen lassen kann. *) Da wir in unseren letzten Nummern des Turntagsmaterials wegen keine Berichte bringen konnten, erscheinen einige jetzt verspätet. Sie sind zwar nicht mehr aktuell, dürften aber doch historisches Interesse beanspruchen. Wir machen unsere Vereinsberichterstatter wiederholt darauf aufmerksam, die Berichte rechtzeitig einzusenden, knapp und präzise zu formen und die Bogen dentlieh und einseitig zu beschreiben. (Wenn möglich mit Schreibmaschine!) D. Red.

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