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Jüdische Turnzeitung · 1912-07-01 · 7/8 (7.1912) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
13 (1912)
Issue
7/8 (7.1912)
Date
1912-07-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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No. 7-8 143 Der Sportbetrieb ist überall erst dieses Jahr in Schwung gekommen. Wir sehen erst kleine, aber vielversprechende Anfange. Nach dem 1. Juni traten folgende jüdischen Turnvereine Deutschlands unserer Organisation bei: Turnabteilung des B. J. C, Berlin, Ruderabteilung der Vereine Jüdischer Studenten, Sitz Charlottenburg. Turnabteilung des V. J. St., München. Turnabteilung des V.J.St., Straßburg, Turnabteilung des V. J. St., Heidelberg, Jüdischer Frauenbund für Turnen und Sport, Berlin. Außer diesen sechs Vereinen haben dte Turnvereine in München, Kattowitz und Königsberg den Wunsch ausgesprochen, ihr Freundschaftsverhältnis zu uns in ein Verbandsverhältnis umzuwandeln. Die endgültige Aufnahme dieser drei Vereine dürfte in nächster Zeit erfolgen. Es bestehen noch eine Reihe weiterer Möglichkeiten für den Anschluß neuer Vereine. So werden wir das Kalenderjahr mit über 20 Vereinen und über 3000 Mitgliedern und Zöglingen beenden können. Doch wir wollen unsere Organisation nicht nur ausbauen, sondern vornehmlich das Bestehende stärken. Hierbei kann und muß jeder Turner helfen. Im Anschluß hieran sei mitgeteilt: Der Vorstand des deutschen Kreises setzt sich aus folgenden Herren zusammen: Stefan Doernberg, Vorsitzender, Julius Berger, Geschäftsführer auch Kasse), Fritz Abraham, Kreisturnwart, Dr. Ernst Wolff, Beisitzer, Ref. Felix Rosenblüth, Beisitzer. Das Bureau des deutschen Kreises befindet sich: Berlin-Schöneberg, Hauptstraße 7. Fernsprecher: Amt Kurfürst 9466. Stefan Doernberg. Unsere Aufgaben im Orient.*) Wenn ich Ihre Aufmerksamkeit etwas länger in Anspruch nehmen werde, so geschieht da*, weil unsere Turnsache Im Orient von einer Bedeutung Ist und Ihre dortige Entwickelung Dimensionen annimmt, die sie in den Zentralpunkt des Interesses der Turnerschaft rücken müssen. Ihre Bedeutung ist kurz die: der wesentliche, wenn nicht der einzige organisatorische Faktor der Nationalisierung der orientalischen, speziell der osmanlschen Judenhelt zu sein und wahrscheinlich auch längere Zeit zu bleiben. *) Wir entnehmen diese Ausführungen dem für den V. Jüdischen Turntag bestimmt gewesenen Referate des Herrn Abramowitz (Konstantinopel) und bedauern, aus Raummangel uns auf diesen Auszug beschränken zu müssen. D. Red.

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