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Jüdische Turnzeitung · 1912-06-01 · 6 (6.1912) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
13 (1912)
Issue
6 (6.1912)
Date
1912-06-01
Page
[Seite] (sequence 34)
Language
German
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132 No. 6 Am Barren: Weiß-Wien mit 25V2 Punkten, Lewin-Berlin mit 24% Punkten. AmPferd: Weiß-Wien mit 2$V2 Punkten, Reiß-Wien mit 27% Punkten, Friedmann-Wien mit 2SYz Punkten. Beim Hochspringen: Friedmann-Wien mit 19 Punkten. Beim Hangeln: Kaminski-Berlin mit 18 Punkten. Beim Geräteturnen wurden 10 Punkte nur am Pferdbreit erreicht, und zwar einmal von Alfred Weiß und einmal von Erich Friedmann. Das vollständige Ergebnis des Wetturnens ist aus nachstehender Tabelle zu ersehen. An dem auffallend schlechten Resultat beim Hangeln ist die Tatsache schuld, daß unsere Vereine keine 9 m langen Taue besitzen, sondern nur 4 bis 5 m lange, der Höhe unserer Turnhallen entsprechend. Volle Anerkennungverdient das wohldisziplinierte Verhalten in den Riegen, das stramme An- und Abgehen und die zumeist schönen, sicheren Niedersprünge von den Geräten. Besonderes Lob aber gebührt unserem lieben Burin, der diese Veranstaltung in so ganz tadelloser Weise vorbereitet und in ebenso tadelloser Weise geleitet hat. Ihm sei unser herzlichster Dank gesagt.. E. P. Die Vorturnerstunde am 27. Mai. Der Montag vormittag war, aber leider nur von 7 bis 10 Uhr, der Vorturner- und Vorturnerinnenstunde gewidmet. Unter Führung unseres Erich Burin traten 40 Vorturner zu den Frei- und Stabübungen an, die mit Marschieren und Laufen eingeleitet wurden. Die Uebungen mußten nach Ansagen, ohne Vorzeigen, ausgeführt werden und waren auch vorher nicht bekanntgegeben. Es sollte dies eine Probe für die turnsprachliche Ausbildung unserer Vorturner sein, und wir können mit Befriedigung sagen, daß diese Probe gut bestanden wurde. Fast alle Teilnehmer konnten die hübschen, nicht zu leichten Uebungen sofort richtig darstellen. Die Bewegungen waren zum großen Teile exakt und schwungvoll. Sehr störend wirkten nur einige Teilnehmer, die gleich zu Anfang durch ihre unturnerische Kleidung auffielen und bei den Uebungen nicht das geringste Empfinden für schöne Körperhaltung verrieten. Im Turnsaal, noch dazu bei festlichen Anlässen, sollte solche Kleidung nicht geduldet werden. Wir Jüdischen Turner müssen immer und überall auf ein würdiges und tadelloses Auftreten achten. Abgesehen von diesen Ausnahmen, war das Bestreben nach schöner Haltung ein allgemeines, viele turnten mustergültig und, wenn es einer verdient, besonders genannt zu werden, so ist es Meyer-Köln, der Jeder Bewegung den richtigen Ausdruck zu geben verstand. Den Freiübungen folgte ein Riegenturnen an 5 Oeräten, und zwar: 1. Riege: Pferdbreit; Vorturner: Popper-Wien. 2. Riege: Reck (schulterhoch); Vorturner: Weiß-Wien. 3. Riege: Barren; Vorturner: Horowitz-Wien. 4. Riege: Reck-Barren; Vorturner: Juliusburger-Berlin. 5. Riege: Reck (sprunghoch); Vorturner: Hönig-Proßnitz.

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