Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 13 (1912)
- Issue
- 6 (6.1912)
- Date
- 1912-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 6 119 angehören, um vor allen Dingen einen Orund zu legen, wofür 200 Mark zu bewilligen wären. Der Antrag lautet- Die Jüdische Turnerschaft beschließt die Herausgabe eines kleinen Vokabulariums, in dem die gebräuchlichsten Turnausdrücke ins Hebräische übersetzt sind. Dr. Löwe: Ich will dazu bemerken, daß uns nicht damit gedient ist, wenn dieser Antrag dem neuen Ausschuß nur als Material überwiesen Wird, Wenn wir einen Druck hätten ausüben wollen, so hätten wir einen Antrag zum Organisationsstatut eingebracht. Es liegt bereits ein kleiner Lehrgang vor, der nur durch Sachverständige nächgeprüft zu werden braucht. Dr. Löwe bittet, daß die beiden Anträge so vereinigt werden, daß der erste Teil seines und die beiden letzten Teile des Theilhaberschen Antrages vereinigt werden. Rechtsanwalt Heilbrunn beantragt, die Debatte darüber zu schließen. Wolff schlägt vor, beide Anträge getrennt zur Abstimmung zu bringen. 1. Erster Teil Antrag Dr. Löwe wird angenommen. 2. Theilhabers erster Antrag w.ird angenommen. 3. Zweiter Antrag wird angenommen. Folgende Anträge werden nach kurzer Debatte angenommen: I» Antrag Nathan Kaminsky: Der Turntag fordert den Ausschuß auf, die Turnsache in Palästina energisch zu unterstützen und die erforderlichen Maßregeln umgehend in Angriff zu nehmen. II. Antrag Meyer-Abraham: Der Turntag möge beschließen, daß der Ausschuß gehalten sein soll, zu jeder der folgenden Tagungen einen Etat aufzustellen und denselben zur Beratung dem Turntag vorzulegen. Im Anschluß hieran sind dann seitens des Turntags die nötigen Steuern zu bewilligen und die Art der Umlage zu bestimmen. III. Antrag Isidor Wolff: Durch die „Neue Jüdische Correspondenz" sind regelmäßig Nachrichten über den Stand der Turnbewegung zu verbreiten. IV. Resolution Theilhaber: Die Jüdische Turnerschaft Verweist auf den Wert ihrer Bestrebungen für die Volkshygiene der Juden und bedauert, daß die großen Jüdischen Organisationen noch nicht ihre weittragende Bedeutung erkannt haben. Sie ersucht die großen Jüdischen Institutionen um ihre tatkräftige Unterstützung. V. Resolution Abraham: Es ist ein Organisationsfonds zu begründen. Die Vereine werden aufgefordert, für diesen Fonds fleißig zu sammeln.