Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 13 (1912)
- Issue
- 5 (5.1912)
- Date
- 1912-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 5 81 Proßnitz: Hugo Hönig, Josef Qrabscheid. Ersatzdelegierte: Wilh.Kleiner, Paul Offer. Stettin: Rechtsanwalt Qreifenhagen, Qeorg Tuchler. Ersatzdelegierte: Henry Unna, Schüftan. Wien-Fünfhaus: Andreas Säbel, Theodor Steinherz. Ersatzdelegierte: Max Spielmann, Richard Wasservogel. Wien, I. Wiener J.T.V.: Dr. Artur Immerglück, Isidor Horowitz, Emil Popper, Wilhelm Ullmann, Frl. Irma Wellwarth. * * * Anträge zum Turntag. I. Zu dem (im Aprilheft abgedruckten) Entwurf einer neuen Verbandssatzung, den der Ausschuß zur Annahme beantragt, sind mehrere Abänderungsvorschläge eingegangen, nämlich: a) ein Entwurf des Herrn Dr. Ernst Tuch-Hamburg, der, soweit er von dem Entwurf des Ausschusses abweicht, unten zum Abdrucke gelangt, b) ein Antrag des Jüdischen Turnvereins Posen, dahingehend, daß § 2 des vom Ausschuß vorgeschlagenen Statuts folgende Fassung erhält: „Zweck der Jüdischen Turnerschaft ist die Pflege von Leibesübungen als Mittel" zur physischen Erhaltung und Erneuerung*) wie zur Stärkung des jüdischen Selbstgefühls. Im Zusammenhang damit pflegt die Jüdische Turnerschaft auch das Bewußtsein der Zusammengehörigkeit aller Juden auf Qrund gemeinsamer Abstammung und Geschichte, sowie den Willen, die jüdische Stammesgemeinschaft auf dieser Qrundlage zu erhalten. In diesem Sinne ist der Verband nationaljüdisch. Politische Zwecke verfolgt er nicht." c) ein Antrag des Herrn Dr. Jeremias-Posen, den Entwurf des Ausschusses in folgenden Punkten zu ändern: § 1 Abs. 2 u. 3 soll lauten: „Die Aufnahme in die Jüdische Turnerschaft geschieht nach den für die Kreise geltenden Vorschriften durch den Kreisvorstand. Von diesem ist die Aufnahme unverzüglich dem Ausschuß der Jüdischen Turnerschaft, bekanntzugeben, der sie alsdann in der .Jüdischen Turnzeitung' veröffentlicht." $ 3 soll lauten: „Als Mittel zur Erreichung dieses Zweckes dienen insbesondere: .1. Die organisatorische Zusammenfassung aller einschlägigen Bestrebungen. 2. Veranstaltung von Verbands- und Kreisturntagen und gemeinschaftliche technische Unternehmungen. 3, Beaufsichtigung und methodische Fortbildung aller angeschlossenen Vereine in turnerischer und sportlicher Beziehung, Einführung einheitlicher Turn-. Sport-,und Spielregeln sowie eines einheitlichen Kommandos. *) Im Antrag sind wohl versehentlich durchgestrichen die Worte „des jüdischen Stammes«. D. Red.'