Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 13 (1912)
- Issue
- 2/3 (2.1912)
- Date
- 1912-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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38 No. 2/3 Das Plakat für die Olympischen Spiele zeigt im Vordergrund eine kräftige Jühglingsgestalt, die die schwedische Flagge schwingt, hinter und neben dieser Hauptfigur sieht man weitere Fahnenschwinger mit den Flaggen der verschiedenen Nationen, die sich an den Olympischen Spielen beteiligen. Eine Flagge fehlt: Die Unsere. E. B. Vom Turnwesen in Palästina. Die Turnvereine beginnen allmählich den ihnen zukommenden Platz im palästinischen Volksleben auszufüllen. In erster Reihe ist wieder auf die frische Tätigkeit des Herrn Z w i O r 1 o f f hinzuweisen. Seit seiner Rückkehr von der zweiten Europareise, die ihn bis Dänemark geführt hat, ist er mit erneutem, nie ermüdendem Turneifer für die Ausbreitung des Turnwesens tätig. Vom frühen Morgen bis zum Abend setzt er seine segensreiche Tätigkeit in den Schulen Jaffas fort. Der Abend selbst ist dem Turnverein „Rischon le Zion" in Jaffa gewidmet. Schade, daß es Herrn Orloff bis nun aus pekuniären Oründen nicht möglich war, seinen in hebräischer Sprache verfaßten Leitfaden für den Turnunterricht herauszugeben. Auch im Spitzenatelier in Jaffa, das vom „Frauenverband für Kulturarbeit in Palästina" unterhalten wird, soll jetzt täglich Turnunterricht nach neuer Methode erteilt werden. Der Turnverin „Makkabi" in Jerusalem macht gute Fortschritte. Er zählt bereits 120 Mitglieder und wird sich gewiß in Bälde vergrößern. In einer vor kurzem abgehaltenen Generalversammlung wurde beschlossen, bis Pessach drei Referate Über die Bedeutung des Turnens und am Pessach selbst eine große Propagandaversammlung für den „Makkabi" zu veranstalten, ferner einen weiblichen Turnverein ins Leben zu rufen und öfters größere Ausflüge in die Umgebung von Jerusalem zu veranstalten. Auch in der Kolonie Pethach-Tikwah geht man an die Gründung eines Turnvereins. Eingesandt. Posen. Die verehrlichen Brudervereine bitten wir, folgendes zur Kenntnis zu nehmen: Daß in Posen die Qegner der Tendenzen der Jüdischen Turnerschaft zu einem eigenen Turnverein sich zusammengefunden haben, dürfte bekannt sein. Nicht aber, daß dieser Verein, der sich nach außen „nicht zu erkennen" gibt („Posner Turnerbund"), bei seiner inneren Propaganda sich mit Vorliebe als jüdischer oder gar als „der jüdische" Turnverein geriert und damit wiederholt auch bewußt jüdische Herren mystifiziert hat, die mit der bestimmten Absicht hierher gekommen waren, sich uns anzuschließen. Diese Taktik hat uns zwar nicht gehindert, in stetem Vorwärtsdringen uns und unsere Idee hier durchzusetzen. Aus prinzipiellen Oründen aber richten wir an alle Brudervereine die- Bitte, hierher verziehende Freunde der jüdischen Turnsache erstens auf diese Verhältnisse aufmerksam zu machen und zweitens bei uns direkt anzumelden (Adresse; Zahnarzt Laufer, Viktoriastr. 16). In diesem Zusammenhang möchten wir uns ganz allgemein die Anregung erlauben, daß die jüdischen Turnvereine prinzipiell Mitglieder, die an einen Ort übersiedeln, wo ein Bruderverein